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Aktualisiert vor 7 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Ordnung und Unordnung befeuern sich gegenseitig

06.03.2017

Oldenburg Erst einmal öffnet Stephania Lixfeld symbolisch zwei Schubladen, solche, in die man bestimmte Leute einsortiert. Heraus zieht die Soloflötistin des Staatsorchesters Jazzmusiker und Instrumentalisten, die eher dem klassischen Repertoire zugeordnet sind. Dann schiebt sie die Schubladen zu und sagt: „Nun machen wir zusammen etwas“ – und zustande kommt ein 4. Kammerkonzert, das so viel fröhliche Laune verbreitet wie demnächst wohl nur noch warme Frühlingstage. „Klassiker haben immer etwas Respekt vor Jazzern“, erzählt Lixfeld. Doch spätestens bei der Zusammenstellung ihres Programms hat sie auch erfahren: „Und Jazzer hegen Respekt gegenüber Klassikern.“ Das trifft sich hinter allen Demarkationslinien bestens. Ordnung und Unordnung befeuern sich gegenseitig.

Doch auch ohne penible Genre-Einteilungen bleibt das musikalische Reinheitsgebot in Kraft. Das Motto im Kleinen Haus lautet nicht umsonst: „Quasi improvisando...“ Alle Abläufe wirken im Augenblick erfunden, sind jedoch in Noten festgehalten und in Formen eingepasst: Etwa drei Jazz-Etüden von Tilmann Dehnhard, „Nigerian Marktplace“ von Oscar Peterson, oder „Feel like makin‘ love“ von Eugene McDaniels.

Dass auch das fulminante „snap/shot“ für zwei Schlagzeuger von Ali N. Askin grafisch notiert ist, verraten nur die konzentrierten Partitur-Blicke der stürmisch gefeierten Philipp Arndt und Moritz Weller. Die beiden sind ohnehin in vielen Stilen zu Hause, ebenso wie Michael Hagemeister als Bassist, der gezupft und gestrichen lockere Grandezza an den Tag legt.

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Die „Jazzer“ Thomas Zander (Saxofon/Altflöte) und Martin Flint (Gitarre) verraten Zuneigung zu klassischen Vorbildern. Fernando Sor regte Zander zu einen Andantino an, Eugène Bozza animierte ihn zu einer Aria.

Zander hat zudem ein Sextett für Flöte, Saxofon, Mallets, Percussion, Gitarre und Bass geschrieben. Doch das Werk wirkt bei der Uraufführung etwas stark formell gebändigt. Mit höchster Virtuosität baut Lixfeld überall hin ihre Brücken. Über eine schreitet sie mit dem Saxofonisten zu „Syrinx“, jener Nymphe, die Claude Debussy mit dem gleichnamigen Flöten-Solostück bedacht hat. Doch im Dialog mit dem Saxofon, findet die Flötistin, „lässt sich Herz-Schmerz erst richtig ausdrücken.“ Wohl wahr!

So machen sich nicht nur spontane „Wows“ und bellende Beifallsrufe breit. Nein: Mittendrin ein ganz entrücktes „Schöööön“. Auch wohl wahr!

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