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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Sie mischen Oldenburgs Musik-Szene auf

16.08.2016

Oldenburg „Persian Vodka“ nennen Omid Mohadjeri und Alex Hermann, beide 19 Jahre jung, ihr gemeinsames Elektro-Musik-Projekt. Der Name, der Mohadjeris persische Wurzeln mit Hermanns russischer Abstammung verknüpft, soll „provokant“ und gleichzeitig „erfrischend“ wirken.

Die beiden Oldenburger, ziemlich beste Freunde, machen seit sechs Monaten zusammen Musik. Für das Grundgerüst und die Texte sorgt Hermann – Mohadjeri, der ein paar Jahre Klavier gespielt und am Herbartgymnasium Musik als Leistungskurs belegt hatte, steuert die Feinheiten bei. Die Instrumental-Basis der Tracks entsteht zuhause am Computer, den Feinschliff bekommen die Songs im Studio des Jugendkulturzentrums Cadillac. Die russisch-persischen Vodka-Musik-Mixer denken gerne groß: Zwar sind sie beim Holi-Festival am Utkiek und bei den Mighty Nights in Rodenkirchen aufgetreten, doch für Mohadjeri steht fest: „Wir wollen keine lokalen DJs sein, sondern künftig nur bei den größten Events auftreten. Die großen Labels haben uns auf dem Schirm.“

Ihr Vorbild ist das US-amerikanische Musikprojekt „Major Lazer“, das sich durch Kollaborationen mit verschiedenen Sängern – von Bruno Mars über Shaggy bis Justin Bieber – auszeichnet. Genauso wollen auch „Persian Vodka“ ihre Songs durch wechselnde Stimmen veredeln lassen. Die im Juni veröffentlichte Single Nummer 1 („Otherside“) wurde von Lamin Chaib (19) besungen. Der Bremerhavener hatte es im vergangenen Jahr in die Casting-Show „The Voice of Germany“ geschafft. „Richtig durch die Decke gegangen“, so Omid Mohadjeri, ist das zweite Werk. „What“ heißt der Song, den „Persian Vodka“ zusammen mit Raphael Leskys (24) alias „Rayles“ im Oldenburger Cubetribe-Studio aufgenommen haben. Das dazugehörige Video, von Mohadjeri nach dreitägigen Dreh- und Produktionsarbeiten am vergangenen Mittwochabend ins Netz gestellt, zieht offenbar viele Menschen in den Bann: Rund 22 500 Aufrufe bei Facebook verzeichnete der Song bislang. „Das macht mich sprachlos“, zeigt sich Mohadjeri überrascht von der Resonanz.

Im Video-Clip – für „Jerry“ eine unverzichtbare visuelle Ergänzung zum Song – kommt seine Stärke als Filmemacher voll zur Geltung. Sein Talent hinter der Kamera hat er unter seinem Künstlernamen „Filmigrant“ in mehreren Eventfilmen und „Aftermovies“, u. a. bei „ Classic meets Pop“ und beim EM-Public Viewing, unter Beweis gestellt. Trotz seines jungen Alters gelingt ihm ein höchst professionell anmutender Vier-Minuten-Clip, den er Anfang voriger Woche in der Oldenburger Fußgängerzone in Szene gesetzt hat: Es geht ums „Ausbrechen“ aus der beengten Umgebung, das Abstreifen von Fesseln, ums Freisetzen von Gefühlen und um die Frage, was man tun kann, wenn man merkt, dass ziemlich viel falsch läuft. Raphael Leskys hat er den Song mit kraftvoll-rauchiger Stimme beim Gang durch die Gassen laut aus sich herausschreien lassen, sein Jackett schmeißt der Sänger unterwegs einfach beiseite.

Parallel dazu steigert sich Tänzer René Libera (19) in einen ekstatischen Ausdruckstanz hinein, der Kinder auf dem Rathausmarkt zum spontanen Mitmachen animiert. Die Choreographie war komplett improvisiert. „Niemals hätte ich gedacht, dass so etwas dabei herauskommen könnte“, staunt René Libera, der später gemeinsam mit Julia Wilhelm (18) durch den Schlossgarten tanzt. Omid habe es geschafft, aus allen das Beste herauszukitzeln.

In einem Monat soll der nächste Song erscheinen, „Magnetic“ heißt er und wird von der durch ihre Auftritte bei „Classic meets Pop“, der Fresh-Party, beim Kultursommer und Stadtfest bekannt gewordenen Anica Russo gesungen. Das Video ist bereits in Arbeit. Omid Mohadjeri verspricht einen weiteren Qualitätsschub: „Wir sind erst bei 20 Prozent von dem, was wir zu leisten imstande sind, angekommen.“


Das Video unter   https://www.facebook.com/persianvodka/videos/1123107981097232/ 
Stephan Onnen
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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