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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Pippi Langstrumpf erobert Kinderherzen

20.12.2016

Osternburg Das Radschlagen gehört zu Pippi Langstrumpf wie ihre roten Zöpfe und die Sommersprossen. Während der Weihnachtsfeier für Kinder bei VW Braasch in der Bremer Straße forderte dann auch Matthias Blum während einer Lesung dazu auf. Ein Junge hatte den Mut und legte auch gleich eine Glanzleistung hin. Getoppt wurde es aber noch von dem Vorleser selbst, der über einige Meter auf den Händen lief.

Im Rahmen der Ausstellung „Die Lebenswelt von Astrid Lindgren“ erzählte Matthias Blum spannend und unterhaltsam die Geschichten und Abenteuer von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Kalle Blomquist, den Kindern aus Bullerbü und was Astrid Lindgren sonst noch so geschrieben hat. Nicht nur der Geist von Pippi Langstrumpf alias „Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf“ schien durch die Halle zu wehen. Marthe Greis (13) hatte sich zum Verwechseln ähnlich sämtliche „Outfits“, inkl. roter Zöpfe und Sommersprossen, beschafft und spielte dazu noch hervorragend fröhliche Weihnachtslieder auf der Querflöte, kräftig unterstützt von Charlotte Athen (12) am Keyboard. Das Selbstbewusstsein einiger Kinder stand dem von Pippi Langstrumpf in nichts nach. Nun, viele hatten ein umfangreiches Wissen „rund um Pippi“, aber auch über Astrid Lindgren. Zum Beispiel: „Wie kam Astrid Lindgren zum Schreiben?“ Kein Problem, nachdem sie ihrer kranken Tochter Karin alle Bücher, die im Haus waren, vorgelesen hatte, bat das Kind die Mutter, ihr Geschichten zu erzählen, die dann niedergeschrieben wurden.

Zwischendurch erzählte Blum von seinen Begegnungen mit Astrid Lindgren in ihrer Wohnung in Stockholm, wo sie ihm eröffnete, dass sie 1999 im hohen Alter von 92 Jahren noch den Preis „Schwedin des Jahres“ verliehen bekommen hätte: „Ich bin blind, taub und verrückt. Warum soll ich die Schwedin des Jahres verkörpern?“ fragte sich die Dame damals.

Matthias Blum hat es zum 14. Mal verstanden, die rund 30 Kinder mit ihren Eltern immer wieder zum lautlosen Zuhören zu bewegen. Anfangs noch etwas „auf Abstand“, später umklammerten die Kinder ihn fast, weil sie ihn ganz nah am Ohr haben wollten. Familie Küpker war jedes Mal dabei. Heute ist nur Caroline (12) mitgekommen. „Die anderen sind inzwischen aus dem Alter raus und gehen lieber zum Handball“, sagte Mutter Küpker. Henning Behrens wiegt die kleine Anna im Arm. „Es geht nur ums Gucken“, schränkte der junge Familienvater die Wahrnehmung der kleinen, erst acht Wochen alten Anna ein. Der Veranstaltungsraum war mit bunten Plakaten, großen Fotos und Figuren dekoriert, die für alle die von Blum erzählten Geschichten veranschaulichten und lebendig machten. Als aber der Weihnachtsmann sich mit einer lauten Klingel ankündigte, verlagerte sich die Aufmerksamkeit deutlich. Zum 90. Geburtstag von Astrid Lindgren hat Matthias Blum diese Ausstellung entwickelt. Er hat Plakate, Erstausgaben und Originalzeichnungen gesammelt – eine eigene Welt.

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