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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

VERANSTALTUNG: Piratenmythen und Schaffermahl für die Seefahrer

16.03.2009

OLDENBURG Es gibt keinen Beweis, dass ein Pirat namens Klaus Störtebeker existiert hat. Und die schwarze Fahne mit Totenkopf und gekreuzten Knochen hat es wohl auch nie gegeben. Nur zwei Bestandteile von Piratengeschichten, die laut Hartmut Roder vom Übersee-Museum Bremen aus dem Reich der Mythenbildung stammen.

Der Seefahrts-Historiker stand am Freitagabend mit dem Vortrag „5000 Jahre Piraterie – Abenteuer oder Bedrohung“ im Mittelpunkt der Collatie der Oldenburgischen Schiffergesellschaft. Auf der Traditionsveranstaltung im Gesellschaftshaus Wöbken trafen sich rund 200 Gäste zum Beisammensein bei Schaffermahl und Collatie-Trank: Das Gericht besteht aus gepökelter Rinderbrust, Bouillonkartoffeln, Gemüse, Aziagurken und Kürbis. Der Trank wird nach Geheimrezept gemacht. „Zur Collatie gibt es immer dieses Schaffermahl“, so Pressesprecher Ralf Kaiser.

Gesellschaft und Veranstaltung existieren bereits seit 1574. „Die Collatie fand immer am Jahresanfang statt, um Geld für die Angehörigen der Seefahrer zu sammeln, die nicht zurück kommen“, sagt Kaiser. Heute gehen die Spenden an die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

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„Wir sind eine Gesellschaft, die sich ihren Traditionen verpflichtet fühlt“, erklärt Kaiser. Dazu gehöre, dass es nur männliche Mitglieder gebe. Aber auch Vorträge renommierter Gastredner zu maritimen Themen sind Teil der Tradition.

Roder hat die Gesellschaft mit einer Mischung aus Fachwissen und Witz begeistert. In einem Schnelldurchlauf durch fast 5000 Jahre begann er bei den Ägyptern, Griechen und Römern, die im Jahr 78 v. Chr. sogar 500 Schiffe gegen Piraten einsetzten. Zwischendurch lieferte Roder stets historische Karten zur Veranschaulichung.

Es ging weiter mit der Hanse, Kolonialkriegen oder Vorkommnissen während der Weltkriege. Heutige Piraterie am Horn von Afrika fehlte in dieser Reihe nicht:. „Reine Lösegeldpiraterie“, sagt Roder. Aber auch Produktpiraterie kam am Ende nicht zu kurz.

Neben Mythen um Augenklappen und Holzbeine bot der Vortrag so genügend Stoff für angeregte Diskussionen bei einem Collatie-Trank.

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