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Aktualisiert vor 31 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Politik schmeckt in der Küche komisch

20.01.2012

OLDENBURG In Oldenburg ist die Wirtschafts- und Finanzkrise angekommen. Zumindest im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. Dort, in Antonias und Georgs Küche, gähnt der Kühlschrank vor Leere. Deshalb hat sich Antonia kurzerhand den Demonstranten angeschlossen und den Supermarkt geplündert. Ihr Mann darf das auf keinen Fall erfahren und der Polizist (Lars Möller), der ihnen einen Besuch abstattet, schon gleich gar nicht. Zusammen mit ihrer Freundin Maria lässt Antonia die Lebensmittel verschwinden – und setzt ein herrlich skurriles Versteckspiel in Gang.

„Betahlt warrt nicht!“ (Bezahlt wird nicht) ist eine Komödie aus der Feder des Italieners Dario Fo von 1974. Fo aktualisierte sein Stück 2009. Cornelia Ehlers, Dramaturgin im Oldenburgischen Staatstheater, passte sie an das Jetzt und Hier im Jahre 2012 an. „In der Weltpolitik passiert derzeit unglaublich viel. Protestbewegungen wie zum Beispiel Stuttgart 21 oder die Aufstände in Athen haben sich intensiviert. Unser Stück ist im Laufe der Vorbereitungen dauernd aktueller geworden“, sagt sie.

Auf das politische Fundament hat Dario Fo ein irrwitziges Versteckspiel gesetzt, in dem sich zunächst die Frauen – und später auch deren Männer – in die tollsten Lügen verstricken. Die Palette reicht vom unechten Schwangerschaftsbauch bis zum tot geglaubten Polizisten.

„Die beiden Paare sind ganz normale Leute“, erzählt Regisseurin Maria-Elena Hackbarth. Georg (Herwig Dust) und Jochen (Jürgen Müller) arbeiten in einer Fabrik, Maria (Petra Bohlen) in einem Call-Center, Antonia (Rita Martens) ist arbeitslos. Sie sind Menschen des Volkes, Durchschnittsbürger, die sich sorgen über steigende Kosten für Lebensmittel und zunehmend leere Portemonnaies.

Das gesamte Ensemble gehört der August-Hinrichs-Bühne an. „Es sind fünf Hauptrollen“, sagt die Regisseurin anerkennend über die großartige Leistung der Amateure, die nicht nur spielen, sondern auch singen. Die niederdeutsche Sprache betone die Bodenständigkeit des Stückes besonders gut, findet Maria-Elena Hackbarth: „Diese Komödie lebt von klaren, direkten Worten, von Debatten und Situationskomik. Viele Dinge lassen sich auf Platt besser ausdrücken als in hochdeutscher Sprache.“

Zu den weiteren Mitwirkenden zählen Mark Christian Bruns, Mario Forkel, Sven Gerstmann und André Janacek. Sie gehören dem Extrachor beziehungsweise der Statisterie an.

 @ Alle Theaterkritiken finden Sie unter http://www.NWZonline.de/theater

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