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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Programm bringt Publikum in Wallung

21.02.2017

Oldenburg Das Oldenburger Staatstheater als eine Hochburg des Karnevals zu bezeichnen, wäre sicherlich übertrieben. So war es ein „gewisses Wagnis “ für Thomas Honickel zum nördlichsten Karnevals-Mitsingkonzert der Republik ins große Haus einzuladen. „Dazu musste ich erst mal das Publikum kennenlernen“, schmunzelte Honickel. Wie sich zeigen sollte, hatte er seine Jecken richtig eingeschätzt.

In der Kostümierung etwas zurückhaltend – nur vereinzelnd wurde zünftige Karnevalsbekleidung gesichtet – betraten die Oldenburger Narren erwartungsfroh das Theater. Gleich bei der Begrüßung musste was Wichtiges geklärt werden. „Wo sagt man ,Alaaf’, ,Helau’ und wo ,Wupptika’“, fragte Karnevalsprinz Honickel die Zuschauer. Das wusste man natürlich auch im Norden. Stefan Vitu, der „Aufpasser“ vom Dienst, nahm ihm danach das Prinzenkostüm wieder ab. Operetten-Outfit war angesagt.

Eröffnet wurde das Konzert von den Klang-Helden mit dem „Chor der Gassenjungen“ aus der Oper „Carmen“ und, passend zum Anlass, dem Lied „Februar“ .

Mitsingen war zunächst nicht gefordert. Vielmehr ließen sich die Besucher vom Gesangsensemble um Anna Avakian, Martyna Cymerman, Hagar Sharvit und Timo Schabel (Tenor) mit Operetten-und Musicalmelodien von Johann Strauß bis Leonard Bernstein in heitere Stimmung versetzen. Honickel begleitete sie einfühlsam mit bemerkenswert musikalischem Gespür am Klavier.

Zwei Mitsingblöcke aus bekannten Karnevalsmelodien brachten das Publikum so richtig in Wallung. Es wurde kräftig gesungen und geschunkelt. Honickel hatte den Schlager „Kornblumenblau“ („Woher kennt ihr den denn?“) auf norddeutsche Verhältnisse umgedichtet. Statt Wein wurde nun das gute Jever-Bier besungen. Auch Kamelle wurden nicht zu wenig ins Publikum geschmissen. Das närrische Konzert nahm Fahrt auf. Für das Lied „Ich hab ein süßes kleines Pony“, von Hagar Sharvit zauberhaft vorgetragen, fand man zwar kein Pony, dafür aber wurde ein riesiges Nashorn mit Hütchen auf die Bühne geschoben. Karnevalsevergreens wie „Heile, heile Gänsje“ durften nicht fehlen, auch der „Vater Rhein“ wurde besungen. Und wir kommen auch „Alle, alle in den Himmel“.

Das Konzept von Honickel ging auf. Es war ein Karnevalskonzert ganz dem norddeutschen Naturell entsprechend: humorvoll, melancholisch, nachdenklich. Das für rund 90 Minuten angekündigte Konzert dauerte mit Zugaben fast zwei Stunden. Beweis, dass es den norddeutschen Jecken gefallen hat. Langer dankbarer Applaus.

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