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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Weiße Pudel fliegen für die Homo-Ehe

01.06.2015

Oldenburg In glitzerndem Abendkleid und goldenen High Heels schwang Whitney-Houston-Double Ikenna Amaechi ihre Hüften. „Ich entschuldige mich schon mal bei den Männern, denn wie ihr schon mitbekommen habt, bin ich gar kein richtiges Mädchen.“ Hinter Ikenna Amaechi steckt ein junger Mann, aber der ist auf der Bühne eine echte Diva. Das Publikum flippte völlig aus: „Bravo, super, einfach wow“.

Nicht nur damit begeisterte die zweite Benefizgala für den Christopher-Street-Day am Sonnabend-Abend im Staatstheater. Etwa 150 Besucher füllten das Kleine Haus.

Zwei Spendenengel sammelten über 1100 Euro ein, „ein wertvoller Betrag für den CSD“, so Veranstalter und Moderator Kai Bölle. 500 Euro würden dem CSD zukommen. Die zweite Hälfte geht an ein Projekt, mit dem das Thema Homosexualität bundesweit in Schulen geholt werden soll; ein Kabarettprogramm, das jungen Menschen die Vielfalt der Liebe erklärt.

Höhepunkt des Abends war das Abschlusslied „100 Prozent Mensch“ von der gleichnamigen Künstlergruppe. „Homosexualität wird in vielen Ländern noch immer strafrechtlich verfolgt und in sieben Ländern sogar mit dem Tode bestraft“, erklärte Projektleiter Holger Edmaier. Das Lied verleihe den Verfolgten eine Stimme.

Artikel: Darum leben Lesben und Schwule gern in Oldenburg

Die Besucher Jörn Körnig und Malte Gerdes-Röben wurden von Zauberer Jan und Kabarettistin Barbara Kuster am besten unterhalten. Kein Wunder: Bei Kuster brach die Meute in Gelächter aus, und der sensible Zauberer Jan kam mit seiner zynischen Art besonders gut an. „Nur schade, dass die Gala so wenig besucht ist“, meinte Jörn.

Das Staatstheater-Ensemble unterhielt mit einem Auszug aus dem Stück „La Dame Blanche“ und den „Jacob-Sisters“, dieses Mal mit Stoffpudeln. „Wir sind für die Homoehe“, brüllten sie ins Publikum und die Tierchen flogen gleich hinterher. Einen ergatterte Maruth Seiner-Weber; „Der CSD ist eine tolle Sache für Oldenburg“, sagte sie. „Ich kann nicht verstehen, wenn Toleranz nicht da ist. Solche Unterschiede interessieren mich gar nicht“, erzählte sie weiter. „Nur schade, dass der Zuspruch nicht da ist, den man sich wünschen würde. Die Leute haben immer noch Berührungsängste.“

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann geht die Politik selbstverständlich weiter in die richtige Richtung, nämlich: „Mit Volldampf für den CSD.“ Das sei heute nötiger denn je. Das Theater wird mit einem eigenen Wagen teilnehmen: „Das passt einfach zum Theater“, so Generalintendant Christian Firmbach.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Benefiz-Gala geben. Bölle war zufrieden mit der Show. „Die Stimmung war gut – und im nächsten Jahr bringt dann einfach jeder noch vier Leute mit.“

Weitere Infos im Spezial und auf der Homepage des CSD

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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