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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Projekt: Radio gibt Menschen mit Behinderungen eine Stimme

08.10.2015

Oldenburg „Rio“ – das klingt nach Karneval, nach buntem Treiben. Und damit auch irgendwie nach Inklusion, meint Petra Witt. Alles gute Gründe, der neuen Oldenburger Bürgerfunkgruppe eben diesen Namen zu geben: „Radio Rio“.

Allerdings werden Witt und die anderen bislang neun Mitstreiter dieser Gruppe keine lateinamerikanischen Rhythmen auflegen. Ihre „heißen Eisen“ speisen sich vielmehr aus dem Thema, das sie auch vor einigen Monaten schon im Oldenburger Netzwerk „Inklusion konkret!“ zusammengeführt hat.

„Wir wollen denen eine Stimme geben, die sonst nicht gehört werden“, sagt Petra Witt – jene in den Fokus rücken, die selbst Schwierigkeiten im Alltag haben, weil ihnen irgendwo gewollt oder versehentlich Hindernisse in den Weg gestellt werden, die von Ausgrenzung jedweder Art betroffen sind.

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Schon seit drei Monaten werden die Mitwirkenden beim Sender „Oeins“ geschult, werden fit im Umgang mit dem Medium Radio gemacht. Moderation, Einleitungen, Studiotechnik, Schnitt- und Interviewführung und so weiter und so fort. Das gestaltet sich noch etwas schwierig, zumindest bei der aktiven Umsetzung außerhalb der vier Studiowände. „Spannend, aber sehr anstrengend“, sagt Petra Witt, seien die ersten Außentermine beispielsweise für Interviews bei der Bekos oder der Harfe gewesen.

Mit dabei ist auch ihr Sohn – der ist 20 Jahre alt, Autist, und hat eine echte Begeisterung fürs Radio entwickelt. Dennoch sind die ersten Schritte keine einfachen. Wann die neuformierte Bürgerfunk-Gruppe allerdings startet, ist noch ungewiss. Ein Tag im Oktober war zunächst anvisiert, nun aber soll es doch eher November werden. Auch die monatliche Aussendung, wie geplant, sorgt derzeit noch eher für Sorgen denn Freude bei den Teilnehmern. „Das wird sich schon einpendeln“, sagt Dörthe Bührmann, Programmleitung beim Sender Oeins, „am Anfang ist es immer schwer, es befindet sich ja im Aufbau.“

Eine moderierte Radiostunde im November wird gerade vorbereitet, danach soll es perspektivisch im Vier-Wochen-Rhythmus weitergehen. Bührmann hatte beim Netzwerktreffen überhaupt erst die Radio-Idee eingebracht.

Bewegtbild gar? Na, das wäre auch eine Option, die nächste Stufe. Jetzt aber sollen sich die Mitwirkenden erst einmal das niederschwelligere Angebot vornehmen. Inhaltlich bleibe es komplett der Gruppe überlassen, Bührmann stehe nur beratend bei. Jeden zweiten Donnerstag kommen die Teilnehmer mit und ohne Behinderungen seit Juli zusammen und werden „qualifiziert“, wie es heißt.

Für die erste Sendung fehlt zwar noch ein konkreter Ausstrahlungstermin, einige Themen und Beiträge gibt es aber schon. Außerdem wolle man Inklusions-Veranstaltungen ankündigen und über Hilfe informieren, die Menschen mit Behinderungen zustünde.

„So etwas hätten wir für unseren Sohn früher auch benötigt“, sagt Petra Witt, betont aber gleichermaßen, dass auch dies „nur ein Mosaikstein im Inklusionsprozess“ sein kann.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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