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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Rathaussaal wird zum diplomatischen Parkett

03.03.2006

OLDENBURG Die Jugend liegt dem Botschafter am Herzen. Er besuchte auch kurz die Synagoge.

von sabine Schicke OLDENBURG - Die Jugend liegt Shimon Stein am Herzen. Sie erfüllt die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel jenseits aller Abkommen mit Leben. Das sagte der israelische Botschafter gestern bei seinem kurzen Besuch in Oldenburg. Noch ganz erfüllt ist der 57-Jährige vom Gespräch mit Rasteder Schülern, als er mit federnden Schritten in den Rathaussaal kommt. „Die Schüler stellen so unbefangen ihre Fragen“, sagt der elegante Mann, der fließend Deutsch spricht und ohne Bodyguards keinen Schritt machen darf. Für ihn gilt die höchste Sicherheitsstufe– auch im Rathaus.

Auf dem diplomatischen Parkett ist Stein zu Hause. „Womit soll ich anfangen?“ fragt er Oberbürgermeister Dietmar Schütz, als es um den Eintrag in das Goldene Buch geht. Shimon Stein entscheidet sich für die Einschätzung der allgemeinen Beziehung zwischen Deutschland und Israel, die in seinen Augen immer besonders bleiben wird. „Unser Verhältnis ist einzigartig. Der eine ist immer im Raum, wenn es um den anderen geht.“

Dass es ihm und seiner Familie 1980 schwer gefallen sei, ausgerechnet nach Bonn – damals als Botschaftsrat – zu kommen, verweist er in den Bereich der Legenden. Wenn es heißt, er wäre lieber nach Dänemark gegangen, habe das nur mit der Laufbahn zu tun gehabt, nicht mit der Vergangenheit. In den USA hat er sich zu Beginn der 90er- Jahre als Gesandter sehr wohlgefühlt, anschließend war er in die schwierigen Nahost-Friedensverhandlungen involviert, ehe er 2001 als Botschafter nach Berlin kam.

Der Diplomat setzt auf Deutschland als Partner, der Israel im Kontext der Europäischen Union helfe. Bausteine dieser Freundschaft seien die Partnerschaften, wie sie Oldenburg mit Mateh Asher pflege. „Ich hoffe, mein Nachfolger als Botschafter wird zur Feier des 20-jährigen Bestehens dieser Partnerschaft nach Oldenburg kommen.“

Und so weht ein Hauch Weltpolitik durch den Saal des Rathauses, ehe sich Stein in das Goldene Buch einträgt, und zwar gleich auf der Seite nach Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Kaum 60 Minuten dauert der Besuch, dann geht es noch schnell in die Synagoge, denn das hat er Sara-Ruth Schumann versprochen. Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde war es, die ihn für den Besuch in Oldenburg gewinnen konnte.

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