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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Religionen verpflichten sich auf Grundwerte

21.09.2016

Oldenburg Wie weit geht Religionsfreiheit im demokratischen Staat? Welche Grenzen sind zu beachten, und wie gestaltet sich damit das Verhältnis der Religionen zum Staat? Für Oldenburg hat der Arbeitskreis Religionen solche Fragen in der neuen Erklärung „Grundwerte, Grundrechte und Religionsfreiheit“ bedacht.

Damit haben sich die Oldenburger Religionsgemeinschaften auf ein einheitliches Verständnis der Grundwerte und –rechte geeinigt, trotz vieler Unterschiede in der eigenen Lehre und in der gemeindlichen Praxis.

„Eine solche Selbstverpflichtung zum demokratischen Staat und seinen Grundwerten ist auf kommunaler Ebene in Deutschland mit der Oldenburger Erklärung wohl zum ersten Mal gelungen“, heißt es aus dem Arbeitskreis.

In dem Papier werden die ersten fünf Artikel des Grundgesetzes aus der Sicht der im Arbeitskreis vertretenen Religionen in Oldenburg interpretiert und für die gemeinsame Arbeit als verbindlich erklärt. Von der Freiheit der Person über die Gleichheit vor dem Gesetz bis zur Meinungsfreiheit würden in dem Papier die Grundwerte und -rechte vom Standpunkt der Religionsfreiheit erläutert.

Welche Freiheiten, aber auch welche Begrenzungen sich für die Religionen selbst, in ihrem Verhältnis zueinander und gegenüber dem Staat ergeben, werde so verdeutlicht. So werde etwa die Gleichberechtigung von Frauen und Männern als „ohne wenn und aber“ bezeichnet.

Für die unterzeichnenden Religionen in Oldenburg diene das Papier nicht nur zur Verständigung untereinander und zur Information; sie verpflichteten sich damit auch „zur aktiven Arbeit an der Verwirklichung der im Grundgesetz genannten Normen“.

Religionen, die noch nicht im Arbeitskreis vertreten sind, seien eingeladen, das Papier für sich zu übernehmen; weitere Informationen gibt der Präventionsrat unter Tel. 235-36 11, Stau 73.


Gesamte Erklärung unter   www.praeventionsrat-oldenburg.de 

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