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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

PREMIERE: Rendezvous von Romantik und Parodie

02.03.2007

OLDENBURG Der Komponist Mauricio Kagel (75) lebt in Köln. Seine Liederoper stammt von 1981. Er widmete sie Heinrich Heine.

Von Simone Wiegand OLDENBURG - Mit Mauricio Kagels Liederoper „Aus Deutschland“ feiert in der Exerzierhalle nun erstmals eine musikalische Produktion des Oldenburgischen Staatstheaters Premiere. Noch ist alles ein bisschen provisorisch, was Heizung, Bestuhlung und Licht angeht. Dafür ist die Atmosphäre in dem Backsteinbau eine ganz besondere.

Die Liederoper „Aus Deutschland“ stammt aus der Feder von Mauricio Kagel. Als Kind russischer Juden in Buenos Aires geboren, lebt Kagel seit 1957 in Deutschland. Zur großen Epoche der Romantik hat der Wahl-Kölner ein gespaltenes Verhältnis. „Kagel misstraut ihr“, erklärt Regisseurin Andrea Schwalbach, „aber er ist ihr auch leidenschaftlich verfallen.“

Aus 70 Gedichten von Heine, Hölderlin, Goethe, Eichendorff, Müller und Chamisso schuf der Komponist seine eigene Version. Entstanden sei ein großer Text mit einem durchgehenden Libretto, das Hommage und Parodie zugleich sei, sagt Dramaturgin Ina Karr. „Jedes Lied ist wie eine Miniaturoper.“

Figuren beziehungsweise Allegorien wie der Leiermann (Paul Brady), die Dichterin (Marcia Parks) oder die Nacht (Annekatrin Kupke) treten auf die Bühne. Eine zentrale Rolle hat Magdalene Artelt als Sprecherin, Kammersängerin und Kartenlegerin inne.

Musikalisch weckt die Liederoper Erinnerungen an bekannte Komponisten wie Schubert oder Schumann. „Aber sie ist hundertprozentig Kagel“, warnt der musikalische Leiter Olaf Storbeck vor möglichen Enttäuschungen. „Kagel spielt bewusst ironisch mit der Gefühlsduselei“, erläutert Storbeck weiter. Dabei bediene sich der Komponist raffinierter Sachen wie etwa zwei verstimmter Klaviere, die an Wirtshausatmosphäre erinnern und zusammen mit zwei (gestimmten) Flügeln musikalisch verfremden.

Neben zwei Pianisten wirken bei der Liederoper ein Streichensemble des Staatsorchesters mit sowie der Chor. Weitere Mitwirkende sind Thomas W. Kuckler, James Bobby, Henry Kiichli, Bernard Lyon, Mareke Freudenberg und Irina Wischnizkaja.

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