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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Richard Gere entfachte Film-Leidenschaft

16.09.2010

OLDENBURG Im Filmfest-Stress ist Dagmar Schmidt noch nicht. Im Gegenteil: Gelassen sitzt die Oldenburgerin am Mittwochvormittag im „Schwan“, will gleich noch ein paar Besorgungen machen, abends dann mit ihrem Mann zur Eröffnungsgala. Schließlich ist sie geladener Gast. Denn: Dagmar Schmidt ist Mitglied der Kurzfilm-Jury, genauer NWZ -Leser-Mitglied.

Ab diesem Donnerstag wird sie mit ihren beiden Kollegen, dem Schauspieler Thomas Darchinger („12 Winter“ und „Joy Division“) und dem Produzenten Norbert Kneißl („Eichmann“ und „Distanz“), die zwölf Kurzfilme des Oldenburger Filmfestes anschauen, beurteilen und den besten aussuchen.

Für die 62-jährige „Unruheständlerin“, wie sie sich selbst bezeichnet, dürfte das kein Problem werden. Vorwissen zum Thema Film hat sie nämlich schon. 2002 entdeckte sie ihre Liebe für Filme wieder. In den 1960er Jahren hatte sie mit ihrem Mann Werner Schmidt viele anspruchsvolle und unterhaltsame Filme im Kino gesehen. Audrey und Katharine Hepburn waren damals ihre Stars.

Und genau an die beiden fühlte sie sich erinnert, als sie mit ihrer neu entdeckten Filmleidenschaft „Die Braut, die sich nicht traut“ mit Julia Roberts anschaute. Noch mehr fasziniert sie allerdings Richard Gere, der dort ebenfalls mitspielt. Sie beginnt zu recherchieren, beschäftigt sich mit Schauspielkunst und guckt innerhalb von drei Monaten 15 Filme mit Gere.

Ein Jahr später sieht sie auf einer Nordamerika-Reise zusammen mit ihrem Mann den Musical-Film „Chicago“ – in einer der Hauptrollen natürlich Richard Gere – und beginnt wenige Tage später im Wohnwagen mit dem Schreiben. „Ich habe einfach angefangen“, sagt sie. „Mein Mann meinte dann, mach doch ein Buch daraus.“

Und genau das tat sie. 2004 erscheint das Buch, 2009 zum 60. Geburtstag des Stars gibt es eine überarbeitete und 50 Seiten längere Version. Zur Premiere von Geres „Bee Season“ („Die Bienenzüchterin“) darf das Ehepaar Schmidt sogar in New York über den Roten Teppich gehen.

Premieren-Erfahrung hat Dagmar Schmidt also schon, aber auch mit Schnitt und Kameraführung kennt sie sich aus. Der Schnitt hat es ihr aus „Arroganz“ angetan. „Ich finde, dass viele Filme schlecht geschnitten sind“, sagt sie und lacht. „Im nächsten Leben werde ich Cutterin.“

Für die Jury-Arbeit hat sie sich aber trotzdem noch vorbereitet. Kurzfilme und der Film in seiner Gesamtheit standen auf dem Programm der vergangenen Wochen.

Ob sie schon einen Favoriten hat? Nein, das kann sie natürlich nicht verraten.

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