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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kultur: Ruheständler hadern musikalisch mit Älterwerden

21.02.2012

OLDENBURG Der letzte macht das Licht aus ... oder das Feuer, falls die Kerze die Gardinen in Brand gesteckt hat. Am Sonntagabend gingen aber zunächst die Lichter an im großen Saal in der Cäcilienschule. Herbert Knebels Affentheater präsentierte dort die aktuelle Show „Der letzte macht dat Licht aus“.

Sie sind zu viert, sie sind (fast) alle im Ruhestand und früher war sowieso alles besser. Ruhrpott-Rentner Herbert Knebel und seine Bandkollegen hadern mit dem modernen Leben und dem Älterwerden. Sie teilen ihren Frust im allerbesten Ruhrdeutsch mit.

Da sind die neumodischen Coffeeshops, in denen es bei der ganzen Auswahl an Flavours und Extras quasi zur Tortur wird, einen einfachen, schwarzen Kaffee zu bestellen. Oder das Druckgefühl nachts um zwei auf Knebels Brustkorb. Was zunächst einen Herzinfarkt vermuten lässt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als seine Frau Guste, die den Frührentner längst vergessene Körperteile wiederfinden lässt. Doch die Prozedur ist anstrengender als damals. Entweder lässt die Kraft im Alter nach, schlussfolgert Herbert, oder die gute Guste ist schwerer geworden.

Zwischen den kleinen Episoden aus Knebels Leben und dem seiner Kollegen Ozzy Ostermann (Georg Göbel), Ernst Pichel (Martin Breuer) und dem Trainer (Detlef Hinze) beweisen die vier, dass sie doch noch gar nicht so alt sind. Denn der Hauptteil des Programms besteht aus selbst gemachter Musik. Und die Songs sind bekannte Rock- und Pop-Klassiker, gekonnt gecovert und mit deutschen Nonsens-Texten versehen. So wird beispielsweise aus „Don’t cry for me, Argentina“ der Anti-Urlaubs-Hit „Hau mir bloß ab mit Argentinien“.

Und wer macht nun das Licht aus? Das weiß von den Vieren keiner so genau. In der Bibel stehe davon auch nichts, so der Trainer. Da stehe nur was von Licht anmachen. Wie es wieder ausgehe, das hätte Gott nicht mitgeteilt. Doch am Ende, soviel sei verraten, ist es Knebel selbst, der das Licht ausmacht. Zumindest die Stehlampe auf der Bühne.

Wer Knebels Affentheater live sehen will, sollte sich beeilen. Viele Shows sind ausverkauft, für die am 28. April in der Stadthalle Osnabrück sind noch Karten erhältlich.

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