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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

„Schlagzeug-Schrauber“ schwören auf alte Instrumente

09.11.2016

Oldenburg Es ist wohl das berühmteste Schlagzeug aller Zeiten: Für umgerechnet rund zwei Millionen Euro wurde Ende vorigen Jahres Ringo Starrs Schlagzeug der Marke Ludwig Oyster Black Pearl versteigert. Der legendäre Beatles-Musiker hatte an dem Drum-Set zwischen Mai 1963 und Februar 1964 über 200 Auftritte absolviert. „Gut erhaltene Instrumente aus alter Zeit sind rar, liegen aber absolut im Trend“, weiß Gunnar Olsen. Der 63-Jährige ist selbstständiger Musiker und Schlagzeuglehrer – er organisiert in Oldenburg die „2. Vintage Drum Show“, die am 12. und 13. November parallel zur Gitarren-Ausstellung im Schulzentrum an der Alexanderstraße stattfindet. Beginn ist am Samstag um 10 Uhr, am Sonntag öffnen sich die Türen um 11 Uhr.

Olsen erwartet Aussteller und Sammler aus dem gesamten Bundesgebiet und den Niederlanden. „Ich kenne alle wichtigen Schlagzeug-Schrauber Deutschlands. Das sind alles Kenner von alten Schlagzeugen, meist spezialisiert auf bestimmte Marken, zum Beispiel Ludwig, Rogers, Gretsch, Sonor und Trixon oder Becken von Zildjian, Trixon, Sabian und Istanbul“, erklärt Olsen. Manche der angebotenen Artikel seien woanders kaum mehr zu bekommen. „Mit ,Adoro’ aus Hamburg ist auch ein Schlagzeug-Hersteller dabei, der im Sinne von Vintage-Sounds neue Schlagzeuge baut“, ergänzt der Organisator.

Die Ausstellung in Oldenburg hatte im vergangenen Jahr Premiere gefeiert. Olsen hofft, dass sich die Drum-Show weiter etabliert. „Schließlich gibt es im norddeutschen Raum so etwas nicht noch einmal“, ist er überzeugt. Vergleichbare Treffen gebe es jährlich zur Frankfurter Musikmesse und seit kurzem auch in Mannheim, außerdem in den Niederlanden, England, der Schweiz und in den USA. „Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Messe und Hobby-Sammler-Treffen, wie etwa bei Oldtimer-Meetings“, erklärt Olsen.

„Vintage-Freaks“, so Gunnar Olsen, investieren viel Zeit und Aufwand in die Herrichtung gebrauchter, stark abgenutzter oder unvollständiger Schlaginstrumente. Für ihn ist daraus ein Hobby entstanden, das „riesigen Spaß macht“.

Olsen stammt eigentlich aus Hannover. Nach dem Tod seines Vaters war die Familie in die Geburtsstadt der Mutter, nach Oldenburg, gezogen. Hier studierte Olsen an der Carl-von-Ossietzky-Universität Musik auf Lehramt sowie später in Würzburg an der Hochschule für Musik. Nach mehr als drei Jahrzehnten in Franken ist Olsen im vergangenen Jahr zurück nach Oldenburg gezogen und ist schnell wieder heimisch geworden: Er hat bereits in einigen Bands mitgespielt, an Sessions teilgenommen und für den Jazzclub Alluvium die Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Im Jazzrock fühlt sich Olsen ohnehin zuhause: Sein Lieblingsschlagzeuger ist der für seine ausdauernden Soli berühmte Brite Jon Hiseman („Colosseum“).

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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