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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Schließung des Literaturbüros wäre großer Verlust

31.08.2010

„FDP äußert Zweifel an Sparvorschlag“ (Ð  vom 10. August) und „Große Mehrheit für großes Sparpaket“ (Ð  vom 24. August)

Eine Schließung des Literaturbüros (...) würde dem Haushalt der Stadt zweifellos einige Einsparungen ermöglichen. Allerdings möge sich niemand Illusionen über die Höhe der Honorare machen, die das Literaturbüro seinen Gästen und Moderatoren zahlen kann. Mit solchen Summen lässt sich keine Haushaltssanierung durchführen.

Viel schwerwiegender wäre indes der Verlust, den Oldenburg als Kulturstadt (...) erleiden würde. Seit langen Jahren hat Oldenburg bis weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus einen ausgesprochen guten Ruf unter Autorinnen und Autoren, und das ist der engagierten Arbeit des Literaturbüros zu verdanken. Dieser gute Ruf Oldenburgs spiegelt sich nicht allein in der Reihe der prominenten Gäste, die (...) im Rahmen der LiteraTour Nord nach Oldenburg kommen – Schriftsteller wie Herta Müller, Daniel Kehlmann, Katharina Hacker, Arno Geiger, Juli Zeh, Georg Klein, Wilhelm Genazino, Monika Maron und der diesjährige Preisträger Matthias Politycki. Die überregionale Bekanntheit Oldenburgs als Ort der Literatur spiegelt sich auch in den anderen Veranstaltungsreihen (...). Gerade die stets ausverkauften Abende des Poetry Slam ziehen ein überwiegend junges Publikum an und gelten den Stars der Szene wegen der fachkundigen Ausrichtung und den engagierten Zuhörern seit langem als besonders attraktive Adresse. Zudem ist das Literaturbüro ein wichtiger Ort der Literaturförderung und -vermittlung für Autorinnen und Autoren der Region. Ein Verzicht auf all dies ist möglich – aber es wäre langfristig ein Imageverlust für die Stadt, der nicht in Euro aufgewogen werden kann.

Prof. Dr. Sabine Doering, Oldenburg

(...) Was das Literaturbüro angeht, zeigt der Bericht sich weiterhin von keiner Sachkenntnis getrübt, was die realen Einsparmöglichkeiten betrifft. Der Kommentar sagt viel über den Autor. Es ist Ihre Sache, wenn Literatur für Sie eine Marginalie ist. Niemand ist gezwungen zu lesen. Deshalb sprechen Sie aber bitte nicht gleich für den „Oldenburger Steuerzahler“, auf dessen Kosten sich jemand „amüsiert“. Und Klaus Modick und ich hatten keineswegs die „Keule regionaler Bedeutung“ geschwungen, sondern sogar diejenige überregionaler Bedeutung. Auch dazu müsste man natürlich einiges über die Arbeit des Literaturbüros wissen, wenn man einen Kommentar schreibt.

Schließlich „amüsiert“ man sich (...) auf Kosten des Steuerzahlers wieder auf dem großartigen Stadtfest, mit Ketchupresten etc. auf der Straße. Verursacht das keine Amüsementkosten? Sollte man das nicht zur Disposition stellen? Oder spricht das gesunde Volksempfinden des OL-Steuerzahlers dagegen?

Jochen Schimmang, Oldenburg

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