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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Schwarzer Humor in Hellrosa

09.02.2013

Oldenburg Die Handschrift von Ekat Cordes, der auch „Charleys Tante“ inszenierte, ist schwungvoll, knallig bunt und, wenn es das Stück hergibt, auch schräg und skurril. „Delikatessen“, so der Name seiner neuen, niederdeutschen Inszenierung, soll einem breiten Publikum schmecken. Auch wer nicht Platt spricht, soll dem Stück folgen können und seinen Spaß haben, lautet die Devise des jungen Regisseurs. Aus diesem Grund enthält die niederdeutsche Aufführung hochdeutsche Elemente. Außerdem werden Pop- und Schlaflieder auf Hochdeutsch und Englisch gesungen (Musik: Martin Glos, Christian Ziegler).

„Delikatessen“ ist eine schwarze Komödie nach dem Film „Dänische Delikatessen“ von Anders T. Jensen (2003). Cornelia Ehlers hat die Theaterfassung ins Niederdeutsche übertragen. Die meisten der 30 Schauspieler sind Amateure der August-Hinrichs-Bühne sowie dem Platt’n’Studio. Sie werden unterstützt von den Schauspielern Hanka Schmidt und Jakob Rohde, den Sängern Stefan Vitu und Sven Gerstmann sowie dem Kinderchor des Staatstheaters.

„Delikatessen“ serviert Witz, Horror, Gefühl und Musik. Für die bitterbösen Momente sorgen Sven (Jürgen Müller) und Björn (Cay-Hendryk Meyer), die sich von ihrem eklig-fiesen Chef (Stefan Vitu) befreit haben und endlich ihre eigene Schlachterei eröffnen. Doch erst als sie versehentlich einen Elektriker im Kühlhaus erledigen und diesen zu Filets verarbeiten, brummt der Laden. „Sven ist nervös, ängstlich und ganz klar ein Psychopath. Trotzdem kommt er irgendwie sympathisch rüber und man ist hin- und hergerissen, ob man über so einen lachen darf“, sagt Cordes über den grotesken Humor des Stückes.

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Abgesehen von den Leichen im Kühlhaus hat Svens Geschäftspartner Björn noch ganz andere Sorgen. Sein Bruder Ole erwacht nach vielen Jahren leicht neben der Spur aus dem Koma. „Ole kommt zwar erst nach der Pause“, verrät Schauspieler Jakob Rohde, „aber er sorgt mit seiner kindlichen, körperbetonten Einfachheit für zwischenmenschliche Nähe.“ Als Zivildienstleistender habe er ein autistisches Kind betreut, erzählt Rohde. Diese Arbeit helfe ihm jetzt, einen geistig beeinträchtigten Menschen zu spielen.

Der Tod schwebt in Form von hübsch erleuchteten Kreuzen (Ausstattung: Anna Bergemann) permanent über dem irren Geschehen. Trotzdem dürfte der Abend vor allem schwarzhumorig-witzig werden. Dafür sprechen eine Kühlhaustür in schreiendem Schweinchenrosa sowie überzeichnete und an Comics angelehnte Kostüme.


Mehr Vorhänge unter   www.nwzonline.de/theater 
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