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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Selbstmordgeschichte als Liebeserklärung ans Leben

12.05.2016

Oldenburg Eine Selbstmordgeschichte als Liebeserklärung an das Leben: Die Oberstufen-Theater-AG des Herbartgymnasiums hat sich mit dem Stück „Tod – Sicher – Leben“ an einen ebenso anspruchsvollen wie berührenden Stoff gewagt.

Darin wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, gar nicht soviel älter als die Schauspieler selbst, die den Entschluss fasst, ihrem eintönigen Leben, in dem alles schon vorgegeben zu sein scheint, ein Ende zu setzen. Der Versuch scheitert, und sie landet in einer psychiatrischen Klinik, wo ihr die Ärzte mitteilen, sie sei herzkrank und habe nur noch wenige Tage zu leben. Angesichts der ihr nur noch kurzen verbleibenden Zeit begreift sie, wie sehr sie an ihren eigenen Wünschen für ihr Leben vorbei gelebt und wie viel sie einer ängstlichen Angepasstheit geopfert hat.

Die Oberstufen-Theater-AG unter der Leitung von Gisela Schmidt und Kiyan Naderi, der 2014 sein Abitur am HGO gemacht hat, besteht aus zwölf Teilnehmern. Alle spielen schon seit vielen Jahren gemeinsam Theater, wodurch eine große Nähe und ein großes Vertrauen entstanden sind – Voraussetzung dafür, ein Stück gemeinsam zu entwickeln. Warum gerade diese Geschichte? „Der Stoff ist einfach relevant für Jugendliche in unserer momentanen Entwicklungs- und Selbstfindungsphase, also: raus aus der Schule, rein ins Leben“, sagt Kiyan Naderi. Ricarda Neehuis, die die Hauptrolle der Sophie übernommen hat, sagt: „Es geht uns dabei gar nicht um die Selbstmordgeschichte. Die ist nur der Ausgangspunkt. Es geht um die Erfahrung, dass das Leben lebenswert ist. Was es so lebenswert macht, sind die Gefühle, ob gute oder schlechte. Viele Gefühle zu haben, ist besser als keine zu haben. Man sollte das machen, was einem Spaß macht, was einen wirklich interessiert, auch oder besonders dann, wenn es gegen die Erwartungen anderer ist. Es wird nicht immer alles gut. Aber man hat wenigstens etwas riskiert.“

Premiere ist am Mittwoch, 18. Mai, weitere Aufführungen sind am Donnerstag, 19. Mai und Freitag, 20. Mai. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Herbartgymnasiums. Der Eintritt ist frei. Es spielen: Ayca von Garrel, Johanna Hä̈nßler, Johanna Hausmann, Ricarda Neehuis, Frederike Trumpf-Mü̈ller, Julia Vorih, Jonas Hartmann, Jonas Kyora, Julius Mö̈ller, Malte Nannen, Mirco Winterberg und Ramon Ziemann.

Eine weitere Aufführung findet im Rahmen der Oldenburger Jugendtheatertage statt, und zwar am Mittwoch, 15. Juni, ab 20 Uhr in der Exerzierhalle (Johannisstraße 6). Hier kostet der Eintritt 4 Euro.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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