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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Theatermaler: Spaß beginnt schon hinter Bühne

28.06.2014

Oldenburg Für den Glanz auf der Bühne arbeiten Schauspieler, Sänger und Tänzer – und viele andere – hart. „Ohne uns würde der Vorhang aufgehen, und es würde nichts da sein“, sagt Theatermaler Heinz Reckemeyer und spricht damit für alle, ohne die die vielen schönen Stücke so nicht zur Geltung kämen. Monty Python’s „Spamalot“ zum Beispiel. „Man weiß gar nicht, wohin man zuerst sehen soll. Diese Bühnenbilder! Diese Kostüme! Diese Choreografien!“, schreibt ein Kritiker. Und genau so ist es.

Nicht immer wird die tägliche Arbeit hinter den Kulissen am Ende so schön gewürdigt. Die Begeisterung für seinen „Traumberuf“ ist Heinz Reckemeyer trotzdem nie abhanden gekommen. Seit 40 Jahren ist er am Staatstheater, hinter der Bühne, mit seinen Kollegen im Malersaal.

„Es war für mich ein Traumstart, hier mit 18 Jahren anfangen zu dürfen, und ich habe es nie bereut“, sagt Reckemeyer, der schon ausgebildeter Maler und Lackierer war, bevor am Staatstheater eine dreijährige Volontärzeit zum Theatermaler anhängte. My Fair Lady, Showboat, Anatevka, Woyzeck, damit ging’s los. Und es machte von Anfang an Spaß: „Es ist ein unheimlich freies Arbeiten mit vielen Entfaltungsmöglichkeiten und es ist ein schönes Miteinander, auch mit Tischlern, Schlossern, der Plastik, Deko, Requisite und all den anderen. Es muss am Ende nur so aussehen, wie die Bühnenbildner, die das verantworten, sich vorstellen, der Weg dahin ist frei.“ Allerdings gibt es 36 Stücke in einem Jahr „und fast jedes hat seinen Bühnenbildner, jeder hat seinen Stil“, sagt Reckemeyer. „Eigentlich muss es aus 10 Meter Entfernung gut aussehen, aber bei manchen kommt es auch auf den Millimeterstrich an.“

Jeder Maler hat besondere Stärken, Reckemeyers Spezialität sind Landschaften und die Behandlung von Oberflächen: „Aus alten Sperrholzplatten mache ich verrostetes Blech.“ Auch Fliesen- und Marmorböden ohne Fliesen und Marmor, Glasbausteine ohne Glas und Backsteinwände ohne Backstein sind sein Thema. Sehr viel Spaß hatte er zuletzt mit ,Marx macht mobil’: „So eine heruntergekommene, schmierige alte Kneipe, von der der Zuschauer denkt, Mensch, die kenn’ ich doch, das fand ich klasse.“ Viele Bühnenbilder werden vorher im Modell 1:20 gefertigt und dann umgesetzt. „Ein Kollege hat sogar sein Haus als Modell gebaut und die Handwerker haben es danach gebaut.“

Harry Niemann war Reckemeyers erster Intendant, Christian Firmbach wird der sechste sein. An den Scheidenden wird der 58-Jährige gerne zurückdenken: „Einige Intendanten lassen sich im Malersaal gar nicht sehen, aber der Müller war immer präsent, und er hat auch sonst ganz viel für dieses Theater getan.“

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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