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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Spitzenmäßige Illusionen  auf der   Bühne

30.09.2016

Oldenburg „Um Künstler zu werden, muss man ständig wachsen und sich weiterentwickeln. Imago Suite und 4 Seasons sind kontrastreiche Stücke und geben den Tänzern damit die Möglichkeit dazuzulernen“, erklärt Antoine Jully, Chefchoreograph der Ballettcompagnie, zum neuen Doppelabend. Am Samstag feiern „Imago Suite (The city curious)“ von Alwin Nikolais und „4 Seasons“ von Antoine Jully im Staatstheater Premiere.

Das erste Stück des Ballettabends wurde 1963 von Alwin Nikolais inszeniert und konnte bis 1987 auch in Deutschland bewundert werden. Damals tanzte Alberto del Saz – ehemaliger spanischer Eiskunstläufer und Mitglied bei „Holiday on Ice“ – noch selbst in Nikolais Compagnie. Heute studiert er als Co-Direktor der „Nikolais/Louis Foundation for Dance“ die Stücke seines bereits verstorbenen Lehrers gemeinsam mit Tanzcompagnien weltweit ein. Das Oldenburger Ballett präsentiert als erste europäische Tanzgruppe Imago Suite. Besondere Herausforderung bei dem Stück sei laut del Saz vor allem, dass die Tänzer auch in gewisser Weise fähig im Schauspiel sein müssen. „Nikolais machte eine Art Tanztheater und mixte die Gattungswelten“, weiß der ehemalige Tänzer genau. Ziel von del Saz ist es „so nah wie möglich am Original Nikolais“ zu bleiben.

Im Kontrast zu dem zeitlos-abstrakten Ballett, entwickelte Jully eine neue Choreographie für die Compagnie: 4 Seasons. Aber wie lassen sich Jahreszeiten tänzerisch darstellen? Kann der Herbst tatsächlich getanzt werden? Jullys Antwort lautet faszinierenderweise: Ja. „Herbst ist, wenn ein Blatt trocken und braun vom Baum herunterfällt. Fängt man es auf, muss man sehr aufpassen, dass man es nicht kaputt macht. Das ist Zerbrechlichkeit“, beschreibt Jully hierzu. Dieses Gefühl ist das, was der Tänzer dann auf der Bühne umsetzen könne. Die Jahreszeiten im Tanz könnten – laut Chefchoreograph – aber auch durch einen sterbenden Baum im Winter, der im Frühling wieder zu neuem Leben erwacht, gezeigt werden. Jullys Choreographie wird bei diesem Stück erstmals allein durch A-cappella-Gesang des Opernchores untermalt. „Mit Hilfe von Lichtwechseln wird die Verwandlung der Jahreszeiten auf der Bühne ebenso unterstützt“, erklärt Dramaturg Burkhard Nemitz.

Die Kombination aus einem Stück, das laut Nemitz „zum historischen Tanzverständnis der Oldenburger Spielplanlinie“ gehöre, und einer modernen Neukomposition Jullys, sorgt schon im Voraus für Spannung. Nun bleibt abzuwarten inwieweit die Künstler an diesem Ballettabend tatsächlich wachsen können.

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