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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Staatstheater als Sprungbrett

08.11.2014

Oldenburg Sie war erst 26 Jahre alt, als das Oldenburgische Staatstheater auf sie aufmerksam wurde. „Ich hatte noch nicht mal mein Diplom“, erinnert sich Nina Omilian an die aufregende Zeit im Jahr 2001. Da hieß sie noch Bubach und war eine junge aufstrebende Sopranistin. Zurzeit, sie hat das Genre längst gewechselt, ist sie im Singer-Song-Writer-Bereich unterwegs. Ende Oktober veröffentlichte die 39-Jährige ihr erstes Solo-Album: „Pure“.

Toller Start am Theater

„Einen besseren Start als in Oldenburg hätte ich mir gar nicht wünschen können“, schwärmt die Künstlerin von „tollen Kollegen, einer familiären Atmosphäre und einem wunderschönen Theater“. Sogar von Traumrollen spricht Omilian mit Blick auf die Susanna in „Figaros Hochzeit“ oder die Maria in der „West-Side-Story“, die sie verkörperte. „Oldenburg war ein ideales Sprungbrett, auch wenn ich damals gar nicht wusste, wohin ich springen sollte“, sagt sie. Omilian, als Schwangerschaftsvertretung vom Staatstheater engagiert, blieb drei Jahre dort. Dass ihr Vertrag nicht verlängert wurde, betrachtet sie nachträglich als Glücksfall: „Ich habe mich in Oldenburg so wohl gefühlt, dass ich nicht freiwillig gegangen wäre.“

Doch sie musste, und feierte Erfolge. Seit zehn Jahren firmiert die gebürtige Stuttgarterin als „freiberufliche Sängerin“. Sie erhielt Engagements an namhaften Häusern, sang unter anderem in der Berliner Philharmonie und in der Tonhalle Düsseldorf. Doch sie kehrte dem „Hochleistungssport Oper“ den Rücken, verließ zudem die glamouröse Event-Szene. 2008 gelang ihr das Debüt als „Bühnenautorin“ mit einem Theaterstück über Clara Schumann. „Vorgezeichnete Wege sind nicht meine Sache“, charakterisiert sich Omilian selbst: „Vielmehr möchte ich musikalische Grenzen sprengen, singen, was mich berührt, um andere zu berühren.“

An Grenzen stieß die Sängerin vor einem Jahr, allerdings an gesundheitliche. Eine lebensbedrohliche Thrombose in der Herzvene veränderte im Herbst 2013 von einem Tag auf den anderen fast alles. Omilian musste sich mehreren Operationen unterziehen.

Auch selbst komponiert

Sie erholte sich jedoch von den Strapazen und gewann ihre Lebensfreude zurück: „In dieser Phase hat mir mein Album sehr geholfen, das bereits aufgenommen war.“ Gemeinsam mit Gitarrist Ian Melrose interpretiert sie Lieder von Joni Mitchell, Kate Bush und Mary Black. Ein Stück der CD schrieb sie selbst und vertonte es mit Melrose: „The Cloud“ (Die Wolke). „Während der Arbeit an dem Album durfte ich mein musikalisches Ufer finden“, erzählt sie zufrieden.

Ihre Heimat hat die Sängerin inzwischen abseits der großen Metropolen gefunden. Gemeinsam mit ihrem Ehemann lebt sie im brandenburgischen Havelland. Live ist sie derzeit überwiegend im Berliner Umland zu hören. „Aber das muss ja nicht so bleiben“, sagt sie und könnte sich auch einen Auftritt an dem Ort vorstellen, wo vor 13 Jahren alles begann: „Liebend gerne würde ich noch einmal am Staatstheater singen.“


     www.nina-omilian.de 

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