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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Statt Lebensglück nur tödliche Langeweile

29.01.2014

Oldenburg Persönliches Glück und ein erfolgreiches Leben – wer wünscht sich das nicht?

So geht es auch der schönen Hedda Gabler, die einen sehr genauen Lebensplan verfolgt. Doch was, wenn dieser nicht aufgeht, wenn sich statt Glückseligkeit nur bürgerliche Langeweile einstellt? Für Menschen wie Hedda Gabler gibt es dann nur einen Ausweg – den Tod.

Der Norwegische Dramatiker Henrik Ibsen (1828-1906) erschuf das gleichnamige Schauspiel „Hedda Gabler“ im Jahr 1890. „Die gesellschaftlichen Konventionen haben sich seither natürlich geändert“, räumt Regisseur Ronny Jakubaschk ein, der im Staatstheater schon „Der Barbier von Sevilla“ inszenierte: „Aber die emotionalen Lebenswelten, in denen sich Hedda und die anderen vier Figuren befinden, sind absolut gegenwärtig. Und dass dem persönlichen Lebensglück eine Absage erteilt wird, ebenso.“

Für das Oldenburgische Staatstheater hat Jakubaschk die Originalfassung entkernt und verschlankt. Zwei Rollen – Tante Juliane und das Dienstmädchen Berta – hat er komplett gestrichen.

„Bei den übrigen haben wir dort gekürzt, wo es uns zu eindimensional war“, sagt der gebürtige Cottbuser. Und Dramaturgin Lene Grösch ergänzt: „Indem wir die Figuren nicht auf ihre Klischees reduzieren, werten wir ihre Sehnsüchte auf und zeigen ein differenzierteres Bild von ihnen.“

So treten Heddas Ehemann Jørgen, ihr Ex-Geliebter Eilert Lövburg, dessen Freundin, Frau Elvstedt, sowie Richter Brack weitgehend gleichberechtigt auf, während Hedda Gabler aus diesem Quintett heraus sticht. „Zum einen mit ihrem konsequent zerstörerischen Potenzial“, erläutert der Regisseur, „aber auch als charismatisches Zentrum, als das sie den Abend überstrahlt.“

Das Bühnenbild hat Matthias Koch bewusst streng gehalten. Er hat ein Zimmer dahingehend verfremdet, dass es wie ein aufgeschnittener Rahmen wirkt. „Das ist kein Zuhause, in dem Menschen ihren Platz finden und der sie schützt“, sagt Ronny Jakubaschk: „Dazu müsste er erst einmal gefüllt werden mit Leben und Glück.“

Es spielen Eva Maria Pichler, Bernhard Hackmann, Sarah Bauerett, Gilbert Mieroph und Henner Momann. Eine Rolle als Kind übernehmen abwechselnd Norea Dutz und Lara Hübner.


Alle Theaterkritiken unter   www.nwzonline.de/theater 
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