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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert I: Stehender Applaus für GAG-Chöre

25.11.2013

Oldenburg Der Herbst ist die Zeit der klingenden Totenmessen. Nach den Requiem-Kompositionen von Verdi (in St. Ansgari) und Mozart (in St. Lamberti) gab es nun, in der Bümmersteder St. Josef-Kirche, „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms zu hören.

Die Hauptakteure in Brahms’ Werk waren die Chöre der Graf-Anton-Günther-Schule, doch zuvor stand Solistin Helen Rohrbach im Mittelpunkt. Mit ihrer leuchtend klaren und tragenden, dabei nicht überpräsenten Stimme führte sie mit Felix Mendelssohn Bartholdys Sopranhymne „Hör mein Bitten“ (in der Fassung für Sopran, Chor und Orchester) in die Stimmung dieses Abends voller inhaltlich tiefer und emotionalisierender Musik hinein.

Dann aber das Requiem, und schon der erste Chorbeginn zeugte von der Qualität und Eigenart des traditionsreichen GAG-Chorgesangs. Aus ihrem Pianissimo heraus bauten die Sänger der GAG-Chöre den Anfangssatz langsam und mit langem dynamischen Bogen auf und führten ihn wirkungsvoll zu den ersten Höhepunkten. Die besondere Ästhetik jugendlicher Stimmen ist dabei ein klingendes Kennzeichen, ihr feiner und warmer Gesang wirkt unmittelbar. Das Gegenstück zum Schulchor ist der gleichsam „erwachsene“ Graf-Anton-Günther-Kammerchor. Gemeinsam entfalteten die groß besetzten GAG-Chöre einen charismatischen und individuellen Klang, der neben der Klangästhetik auch über Substanz, einen weiten dynamischen Rahmen und viel Präzision verfügt.

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Im Zentrum des Geschehens stand dabei Leiter Oliver Dierks, der den großen Klangapparat souverän, inspirierend und mit klaren Zeichen durch das Werk führte. Seine Aufmerksamkeit ließ Dierks gerade in den vielen Übergängen auch dem Kourion-Orchester zukommen. Das Münsteraner Orchester zeigte sich als mitgestaltendes und differenzierendes Ensemble. Die solistischen Partien übernahmen neben der erstklassigen Helen Rohrbach („Ihr habt nun Traurigkeit!“) der ebenfalls klare, sprachverständliche und stimmschöne Bariton Samuel Hasselhorn.

Keineswegs grau, dunkel oder bedrückend, sondern tröstlich, hoffnungsvoll und in vielen Herbstfarben leuchtend erklang so Brahms’ Requiem. Am Ende, nach angemessener Stille und Glockengeläut, gab es dafür in der voll besetzten St. Josef-Kirche stehenden Applaus.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
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