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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Stimmgewalt zu Ehren von Erna Schlüter

20.09.2011

OLDENBURG Liebessehnsucht, Melancholie und Eifersucht gepaart mit einer Spur Dramatik, die Stimmung dementsprechend himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt – das Sujet einer typischen Oper, welches zudem Programm für ein ergreifendes Konzert zu Ehren von Erna Schlüter, Oldenburgs berühmteste Sopranistin, sein sollte.

Von einer verführerischen „Carmen“ bis hin zu Hermanns herzergreifenden Arie aus „Pique Dame“ von Tschaikowski präsentierten die Preisträger der Erna-Schlüter Gesellschaft, die den Konzertabend in Zusammenarbeit mit der Casino Gesellschaft Oldenburgs organisierten, ein abwechslungsreiches sowie beeindruckendes Programm im Kleinen Haus des Staatstheaters. Begleitet wurden sie von Jason Weaver am Flügel, der für ein harmonisches Zusammenspiel sorgte und mit seiner Moderation das Publikum thematisch auf dem Laufenden hielt.

So eröffnete Anja Petersen, Preisträgerin im Jahr 2005, koloraturenreich und mit intensiver Stimme das Konzert mit „Let The Bright Seraphin“ aus Händels Oratorium „Samson“. Abgelöst wurde sie von Katerina Hebelkova (2007), die die Erinnerung an den Gesangsunterricht der Mutter sowie den Durst nach Freiheit in den Zigeunermelodien Nr.4 und 7 von Dvorak ausdrucksstark und mit kräftig warmem Timbre interpretierte. Sinn für Akzentsetzung und Differenzierung zeigte sie kokett in Arien von Rossini aus „La Cenerentola“ und „Barbiere di Siviglia“.

Brillierend und farbenreich präsentierte sich Mareke Freudenberg (2010) in der „Jewelen Arie“ der Margarete aus „Faust“ von Gounod. Die versteckte Liebeserklärung der Susanna aus „Figaros Hochzeit“ von Mozart zeigte sie verschmitzt und mit klarem Sopran. Talent für charakterhafte Darstellung, die auch Erna Schlüter auszeichnete, bewies Alexej Kosarev, der für die Preisträger Derrick Ballard und Daniel Behle eingesprungen ist. Als Gefangener Caradossi aus Puccinis „Tosca“ interpretierte Kosarev gekonnt die Sehnsucht nach seiner Geliebten und die Gewissheit seines baldigen Ablebens und lässt dem Publikum diese Verzweiflung und Trauer unheimlich nahe spüren.

Den Schluss des überaus gelungenen Abends bildete das Duett zwischen Carmen (Hebelkova) und Don Jose (Kosarev). Und wie endet ein Finale Ultimo im Namen der Oper für gewöhnlich? Natürlich mit dem Tod der Geliebten – und reichlich Applaus.

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