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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Strahlende Frauen in poppigen Farben

01.07.2017

Oldenburg Pop-Art-Künstler Werner Berges ist in Oldenburg kein Unbekannter, schließlich gab es vor der aktuellen Ausstellung im Augusteum schon nahezu 30 Jahre lang den Turmspringer mit dem gehechteten Auerbach an der Wand des früheren Hallenbades am Berliner Platz. Der Erfolg der Ausstellung im Augusteum sollte ein Anlass mehr sein, das Kunstwerk aus dem Magazin zu holen, wo es seit dem Abriss des Gebäudes lagert. Bisher kamen 3300 Besucher in die Ausstellung.

Dass Berges als Künstler angesagt ist, beweisen auch die Ergebnisse des renommierten Berliner Auktionshauses Grisebach. Das ein Meter mal 80 Zentimeter große Öl-Gemälde „Skiny“ von 1971 mit der Losnummer 276 wurde am 2. Juni an der Fasanenstraße erst bei 17 500 Euro zugeschlagen. Taxiert worden war es zuvor auf 10.000 bis 15.000 Euro. Ein „Düsseldorf“ bezeichnetes Blatt von 1970 brachte 10 625 Euro, die Vorabschätzung lautete. 3000 bis 4000 Euro.

Der 1941 in Cloppenburg geborene Berges gilt als einer der bedeutendsten deutschen Vertreter der Pop-Art und hat den „gehechteten Auerbach“ während eines Künstlersymposions im Jahr 1977 geschaffen. Das Gemälde ist 13,30 Meter hoch, 7,60 Meter breit und zeigt den Turmspringer nach dem Salto beim Eintauchen ins Wasser. Die Stadt hatte das aus mehreren Platten bestehende Werk 1978 für 15.000 DM gekauft. Nach dem Abriss des Hallenbades wurde es auf Kosten des Schlosshöfe-Investors ECE abgenommen und ist seither im Magazin des Fliegerhorstes eingelagert.

In der vergangenen Ratsperiode hatte der damalige Grünen-Vertreter Dr. Armin Frühauf es bedauert, „dass wir Kunst mit so hohem Wiedererkennungswert einmotten“. Er hatte sich im Ausschuss dafür stark gemacht, eine Seite der Schlosshöfe mit dem Kunstwerk „zu veredeln“.

Überlegungen, das Kunstwerk am Olantis aufzustellen, hatten sich trotz mehrerer Anläufe in den Jahren 2006 und 2011 zerschlagen. Nicht von Erfolg gekrönt war auch die Idee, das große Gemälde der Stadt Cloppenburg für den Neubau eines Freizeitbades zu überlassen.

Auch ein Vorstoß von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann beim ECE war nicht von Erfolg gekrönt. Ein Konzernsprecher lehnte es ab, den „Auerbachsprung“ an der Parkgarage der Schlosshöfe anzubringen. Auch an städtischen Bauwerken fand sich bislang kein Platz für das relativ große Kunstwerk.

Wer die mehr als 50 Kunstwerke von Werner Berges im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte noch nicht gesehen hat, kann sie jetzt noch bis zum 6. August im Augusteum bewundern und dabei die Sommerstimmung genießen, die das Wetter draußen gerade vermissen lässt. Werke wie „Near the beach“, „Sprung“, „Icecream“ und die Grafikmappe „Sommer“ machen gute Laune.

Ein ganzer Raum im Augusteum ist den Themen Wasser und Schwimmer gewidmet. „Wir empfehlen die Ausstellung als Alternative zum Freibadbesuch an Regentagen“, sagen die beiden Kuratoren Dr. Anna Heinze und Prof. Rainer Stamm.

Auf Grund der jüngsten Auktionsergebnisse gehen sie davon aus, dass das Frühwerk in dieser Fülle so nicht wieder zu sehen sein wird. Die Schau präsentiert Berges als einen der deutschen Pioniere der Pop-Art. Geöffnet ist dienstags bis sonntags 10-18 Uhr.


  www.bit.ly/wernerberges 
Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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