• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Sturm und Drang mit Rockmusik

23.06.2015

Oldenburg Generationen von Schülern haben „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang Goethe (1749–1832) gelesen. Nun bringt das Staatstheater, wie berichtet, den berühmten Briefroman auf die Bühne des Kleinen Hauses. Wenn man den Kritikern glauben darf, die diese Theaterfassung in Essen bereits gesehen und enthusiastisch gelobt haben, dann handelt es sich um eine sehr moderne, jugendgerechte Inszenierung, deren Herz mit Sturm und Drang den gelben Reclam- Heftchen davonrast.

In Oldenburg erwartet die Zuschauer zwar dieselbe Struktur und Musik wie in Essen. „Aber es ist kein Aufguss“, verspricht Dramaturg Marc-Oliver Krampe, der die Textfassung seinerzeit zusammen mit Regisseur Karsten Dahlem entwickelt hat. Mit Magdalena Höfner (als Charlotte), Maximilian Pekrul (Werther) und Klaas Schramm (Albert) habe man in Oldenburg drei sehr musikalische Schauspieler gefunden, freut sich Krampe: „Die musikalische Ebene wird so noch komplexer. Die Figuren haben außerdem mehr Tiefe. Ich glaube, es wird sogar noch besser als in Essen.“

Für die Musik, die von Johann David Talinski und Hajo Wiesemann stammt, ist am Staatstheater die Oldenburger Band „David & die Kernigen“ engagiert worden. Optisch sind die drei Musiker – Dirk Brumund-Rüther (Bass), Stefan Laube (Gitarre) und Felix Weth (Schlagzeug) als „Werther Boys“ – der jungen Titelfigur zugeordnet, die der leitende Dramaturg des Schauspiels so beschreibt: „Er ist Rockstar, Hippie und Naturmensch, der das Sinnliche liebt.“ Vor allem aber liebt Werther Charlotte, die Verlobte von Albert. Werther verfällt ihr mit Leib und Seele, manisch und bedingungslos schwärmend bis in den Tod.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Und was würde Johann Wolfgang Goethe dazu sagen, dass sein Welterfolg als eine Art theatrales Rockkonzert aufgeführt wird? „Am Originaltext haben wir fast nichts geändert“, bekräftigt Marc-Oliver Krampe. „Wir haben ihn nur auf drei nahezu gleichberechtigte Spieler verteilt und so den Blickwinkel geändert.“

Zuschauer, die laute Musik und Lichtspektakel nicht mögen, könnten mit der modernen Inszenierung, die in Essen wie in Oldenburg Karsten Dahlem in Szene setzt, allerdings ein Problem haben, gibt Krampe ehrlich zu. Die übrigen Zuschauer erwarten 80 Minuten pop-tauglichen Sturm und Drang.


Theaterkritiken unter   www.nwzonline.de/theater 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.