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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Tatort-Kommissar voll des Lobes

29.10.2016

Oldenburg Großes Kino und schöne Bilder: Der Oldenburger Filmemacher Omid Mohadjeri hat einen Sonderpreis beim Kurzfilmwettbewerb „Ausweg gesucht“ gewonnen. Der gerade 20 Jahre alt gewordene Regisseur nahm den Preis während der Abschlussveranstaltung vor 450 Gästen im Cinespace-Kino des Waterfront-Einkaufszentrums in Bremen zusammen mit seiner Darstellerin Julia Wilhelm (19) aus der Hand von Schauspieler Oliver Mommsen entgegen. Mommsen, der im Bremer Tatort Kommissar Nils Stedefreund spielt, stand an der Spitze der Jury.

Der Wettbewerb wurde von der Suchtprä̈vention am Bremer Landesinstitut für Schule (LIS) und der Bremer Medienagentur „Vomhörensehen“ mit Unterstützung durch die Krankenkasse HKK veranstaltet. In 55 Kurzfilmen haben sich Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit den Themenbereichen „Sucht“ und „Lebenskrisen“ auseinandergesetzt.

Die Jury war von Mohadjeris Beitrag „Über Kopf“ schlichtweg begeistert: „Dieser Film sieht einfach gut aus. Die Farben, die Kameraführung, das Zusammenspiel mit der Musik: ,Über Kopf’ spielt hier auf höchstem Niveau“, heißt es in der Laudatio. „Zu elegischen Bildern tanzt die charismatische Protagonistin durch reale und traumhafte Szenen und reflektiert über die Überlastung durch Arbeit und Stress“, lobt die Jury weiter und konstatiert: „Bei der Wucht und Schönheit der Bilder hat es der Text aus dem Off schwer mitzuhalten.“

Die 19-jährige Oldenburgerin Julia Wilhelm war für Omid Mohadjeri die Idealbesetzung. Mit ihr hatte „Jerry“ die Szenen in der Woche vor dem Einsendeschluss Ende August auf dem Seilbahnspielplatz am Harreweg in Kreyenbrück, auf dem Oldenburger Stadtfest, im Büro der Veranstaltungsagentur Boese Entertainment und am Tillysee in Wardenburg gedreht. „Konzeption, Dreh und Schnitt haben genau sieben Tage gedauert“, erzählt der 20-Jährige.

Um die Textzeilen „Ich stelle mein Leben auf den Kopf und fange an zu leben“ zu symbolisieren, musste Julia Wilhelm ins trübe See-Wasser steigen, begleitet von Omid Mohadjeri mit der Kamera.

Den emotionalen Text hat Julia Wilhelms „große Schwester“, Nelli Sánchez López (30), geschrieben und mit eindringlicher Stimme für den Film gesprochen. Worte und Bilder hat der hochtalentierte Jung-Regisseur mit dem Instrumentalsong „Misfortune“ des Dresdner Elektro-Klangkünstlers Azaleh unterlegt. Knapp 20 000-mal wurde das Video auf Mohadjeris Facebook-Seite bereits angesehen.

Sein Talent hinter der Kamera hatte der in Oldenburg als Kind persischer Eltern mit kanadischer Staatsbürgerschaft geborene Mohadjeri unter seinem Künstlernamen „Filmigrant“ in mehreren Eventfilmen und „Aftermovies“, u. a. bei „ Classic meets Pop“ und beim EM-Public Viewing, sowie Videos für sein Elektro-Musikprojekt „Persian Vodka“ unter Beweis gestellt.

Den Sonderpreis im Wettbewerb „Ausweg gesucht“ hatte „Bremen Next“, ein neuer Internet-Live-Stream von Radio Bremen für junge Menschen, ausgelobt. Omid Mohadjeri darf nun an diesem Wochenende beim ersten „Creator Space“ für junge Videokünstler in Bremen teilnehmen und unter der Leitung von Oğguz Yilmaz seine Fertigkeiten verfeinern. Yilmaz war Teil des Comedy-Trios „Y-Titty“, das bis zur Auflösung Ende 2015 den meistabonnierten YouTube-Kanal Deutschlands betrieben hatte. „Das ist der nächste Schritt für einen Filmemacher mit großem Potential“, urteilt die Jury.


Das Video unter   https://www.youtube.com/watch?v=uqmfcdbj1lg 
Stephan Onnen
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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