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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Soziales: Theater-Projekt über Flucht und Krieg

26.08.2016

Oldenburg Wie fühlt es sich an, wenn man plötzlich gezwungen ist, sein Heimatland zu verlassen, weil Krieg und Gewalt den Alltag beherrschen? Auf einmal ist man in einem fremden Land, in dem man die Sprache nicht versteht und die Kultur komplett fremd ist.

Die Erfahrungen, die auf der Flucht gemacht werden, lassen die Beteiligten ein Leben lang nicht mehr los. Für Menschen, die keine Erfahrungen mit Krieg und Flucht machen mussten, ist diese Situation aber nur schwer vorstellbar. Einen Einblick in das Erlebte gibt nun das Theaterstück „Heimat ist kein Land“ von der Interkulturellen Arbeitsstelle Ibis, das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ entstand. Das politische Theater- und Bildungsprojekt „Meine Geschichte. Deine Geschichte, unsere Geschichte – Flucht, Migration, Shoah“ galt es dabei auf Oldenburg zu beziehen.

Die freiberufliche Regisseurin Dzenet Hodza wurde dafür herangezogen. Im Laufe des Jahres 2015 entwickelte sich das Theaterstück „Heimat ist kein Land“. In diesem Stück erzählen 14 junge Menschen, im Alter von 16 bis 26 Jahren, von Fluchterfahrungen – teilweise ihre eigenen, teilweise Erfahrungen von anderen. Auf ihrer schweren Reise werden sie von den Schwestern Anne und Margot Frank begleitet, die Figuren ermutigen, nicht aufzugeben und stehen mit Ratschlägen zur Seite. „Am Anfang war es für mich schwer, mich auf die Rolle der Anne Frank einzulassen, aber nach und nach wurde ich immer sicherer“, erzählt die 20-jährige Awas Khalaf Hassan, die im Alter von 8 Jahren aus dem Irak nach Deutschland kam.

Die Vorbereitungen des Stückes verliefen nicht immer ganz reibungslos, berichtet Khalaf Hassan weiter. Für die Teilnehmer des Projekts sei es teilweise sehr schwer gewesen über das Erlebte zu sprechen, weshalb es eine Zeit dauerte, bis sich eine feste Gruppe an Teilnehmern herauskristallisierte.

„Irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem ich nicht mehr weitermachen wollte, weil ich einfach keinen Fortschritt gesehen habe. Aber dann dachte ich an die Gruppe und wenn ich aufgehört hätte, dann wäre das Projekt gefährdet gewesen. Das wollte ich auf keinen Fall“, fügt Khalaf Hassan hinzu.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich aber ein fertiges Stück entwickelt, nicht zuletzt dem straffen Probenplan zu verdanken. „Es geht nicht darum, wie sich geflüchtete Menschen fühlen – auch die Sichtweise eines Deutschen wird dargestellt“, berichtet Khalaf Hassan weiter.

Das Stück feiert an diesem Freitag, 26. August, Premiere und ist bereits ausverkauft. Für zwei weitere Aufführungen, Freitag, 16. September, und Sonnabend, 17. September, sind aber noch Karten zu haben.


Mehr Infos unter   www.ibis-ev.de 
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