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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Thomas-Kirche bekommt neue Töne

26.02.2016

Ofenerdiek Glockenbauer raus, Turmfalken rein: Der Zeitplan ist klar definiert. An der Thomas-Kirche haben die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten auch nach außen hin sichtbar begonnen. Der Kirchturm ist eingerüstet und mit einem blauen Netz verhängt. „Drei von fünf Bauabschnitten sind finanziert. Bis zum Sommer werden sie fertig sein. Dann wird gefeiert“, sagt Pastor Jens Teuber, der einen dunklen Anzug trägt, weil er gerade von einer Beerdigung kommt, nun aber schnell seinen Bauhelm aus dem Pfarrhaus holt – für den Rundgang über die Baustelle. Sicherheit ist wichtig.

Bei diesem Stichwort kommt Jens Teuber auf ein Problem zu sprechen: die Empore in der Kirche. Die ist für die Öffentlichkeit gesperrt, weil sie den Sicherheitsbestimmungen nicht mehr entspricht. „Die Brüstung ist zum Teil zu niedrig.“ Durch die Sperrung ist der Platz in der Kirche sehr eingeschränkt. Bei den Weihnachtsgottesdiensten war es schon eng, bei den anstehenden Konfirmationen wird es wieder so sein, ahnt der Pastor. „Ich hoffe, dass wir die Empore zu Weihnachten saniert haben. Aber dafür brauchen wir noch Geld.“ Diese Baustelle sei nämlich noch nicht finanziert.

Bessere Akustik

Anderes dagegen ist schon erledigt und bezahlt. Man sieht es nicht sofort, aber man hört es. Die Thomas-Kirche hat eine neue akustische Sprachanlage. „Endlich“, freut sich der Pastor, der seit acht Jahren in Ofenerdiek tätig ist. Oft hätten sich Gottesdienstbesucher über die schlechte Akustik beschwert. Die neue Anlage sei mit dem Ortskirchgeld finanziert worden. Man könne sie auch als Musikanlage umrüsten. Das würde 2000 Euro kosten. „Die haben wir aber nicht.“

Das dringendste zuerst. Der mehr als 50 Jahre alte Glockenträger aus Stahl muss erneuert werden. Er weist Korrosionsschäden auf. Oben im Glockenturm sind nun die Handwerker bei der Arbeit. Und der Pastor freut sich: „Es wird ein Eichenglockenstuhl eingebaut. Das wird man später am Klang der Glocke hören. Denn Stahl schwingt doch immer etwas mit.“

In der Höhe werkelt der Orgelbauer, am Boden gehen die Maurer ihrer Arbeit nach. Der Sakristeigang wird neugestaltet, die Sakristei im Sockel des Glockenturmes restauriert, ein Besprechungszimmer geschaffen, ein Küsterraum auch, dazu eine Teeküche und ein WC. Alles nach dem Entwurf des Architekturbüros Droste, Droste & Urban.

Unterstützt wird das Projekt von der Kirchbaustiftung der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg (Elkio). Darüber hinaus bemüht sich der Förderkreis Thomas-Kirche, die Finanzierung sicherzustellen. Die Gesamtkosten beziffert Pastor Teuber mit rund 430 000 Euro. Ziehe man alle Zuschüsse und Spenden ab, dann fehlten zur Realisierung des gesamten Projektes 109 000 Euro.

Die Neuverlegung des Pflasters auf dem Kirchplatz lasse sich noch nicht finanzieren, sagt Jens Teuber. „Auch auf lange Sicht nicht – ein Wermutstropfen.“ Aber ansonsten ist der Pastor voller Vorfreude. Besonders auf den neuen Sakristeigang . Der bekommt Türelemente, die man zum Kirchplatz hin öffnen kann. „Im Sommer können wir dann unseren Kirchentee auf dem Platz veranstalten. Toll.“

Wie eine Kapitänskajüte

Historisch bedeutsam ist übrigens auch die Sakristei. „Sie wurde nach dem Vorbild einer Kapitänskajüte gebaut, platzsparend und umbaubar“, sagt Jens Teuber. Architekt Volker Droste habe das sofort und mit Interesse erkannt. Und der Pastor so noch mehr über „seine“ Kirche erfahren. Zum Beispiel auch, dass Willi Schröder, der Architekt der sie vor über 50 Jahren entworfen hat, eigentlich Schiffsbauer hatte werden wollen.

Bis zu den Sommerfeien soll die Sanierung abgeschlossen sein. „Wir haben fertig“ heißt dann auch das Motto des Gemeindefestes am 28. August. Die Turmfalken werden alles von oben beobachten.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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