• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

PREMIERE: Thriller auf der Opernbühne

30.05.2008

OLDENBURG Mit „Moskau, Tscherjomuschki“ hinterließ David Hermann (31) bereits seine Visitenkarte in Oldenburg. Nun setzt der Regisseur, der u.a. schon bei den Salzburger Festspielen inszenierte, „The Rape of Lucretia“ (Der Raub der Lukrezia) am Oldenburgischen Staatstheater in Szene. „Ein guter Opernthriller mit großem Psychoanteil“, beschreibt David Hermann fasziniert die Oper des Engländers Benjamin Britten (1913-1976).

Dessen Kammeroper mit nur acht Sängern und zwölf Musikern sei „wie ein intensives Schauspiel mit einer sehr transparenten und zugänglichen Musik“, sagt David Hermann. Die Vergewaltigung und der Suizid der ehrbaren Lucretia sind darin grausame Höhepunkte.

Vom Schauplatz Rom im Jahre 500 vor Christus hat der Regisseur die Oper weggeholt. Da er sie keinesfalls zeitgenössisch zeigen möchte („das wäre zu flach“), hat er sich auf das Archetypische darin konzentriert. So entsteht in Anlehnung an griechische Mythen eine archaische Setzung: Die Männer befinden sich im Kriegs-, die Frauen im Wartezustand.

Eine von ihnen ist Lucretia, Ehefrau des Generals Collatinus. Es heißt, sie sei die einzig tugendhafte Frau. Daraufhin will Prinz Tarquinius, angestachelt von Junius, sie auf die Probe stellen. Als sie ihn abweist, beginnt sich die tragische Spirale aus Gewalt und Tod zu drehen.

Katerina Hebelkova, die nach ihrer Babypause zurück auf der Bühne ist, singt die Partie der Lucretia. „Sie belebt diese Rolle, macht sie schillernd und spannend“, sagt David Hermann. James Bobby als ihr Gegenspieler besitze dagegen eine außerordentlich unangenehme Bühnenpräsenz. Da er wie Henry Kiichli und Paul Brady Muttersprachler sei – die Oper wird in Englisch mit deutschen Übertiteln gesungen – „kann man hier ganz fein justieren“, erläutert der 31-Jährige.

Optisch holt Bühnenbildner Alexander Polzin das Geschehen ganz nah an das Opernpublikum heran. Ein Teil der Bühne ragt weit ins Parkett des Großen Hauses hinein. Für Thorsten Scharnke und Kammersängerin Marcia Parks hat Polzin übergroße Ohren an die Logen gebaut, in denen die Chor-Solisten sitzen. In weiteren Rollen sind Nathalie Senf und Mareke Freudenberg zu sehen.

Alle Theaterkritiken unter www.NWZonline.de/Theater

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.