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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Tiere bieten für Konzert musikalische Anreize

16.10.2014

Oldenburg Tiere machen nach unserem Verständnis keine Musik, bieten andererseits aber eine Vielzahl musikalischer Anreize. Eben dies zeigte sich im Konzert des Ensembles 3 R für neue Blasmusik, mit dem die neue Klangpol-Konzertreihe „NOleS!“ in der Exerzierhalle eröffnet wurde.

In ihrem Programm „vernünftige Tiere“ präsentieren die Musiker Gregor Schulenburg (Flöte), Boglárka Pecze (Klarinette) und Paul Hübner (Trompete, Klavier) Kompositionen, die sich – in unterschiedlicher Weise – auf Tiere beziehen.

Auch Karlheinz Stockhausens „Tierkreis“ in der Trio-Version befindet sich, hier ergänzt durch eine Videoinstallation von Eckhard Dörr, in dieser Auswahl, wobei vor allem der Name dieser Komposition den Bezug zur Tierwelt herstellt.

Um die zwölf an den Sternzeichen orientierten Menschentypen geht es hier, die eine musikalische Charakterisierung erfahren. Wesentlich tierischer klingt schon Olivier Messiaens „Abîme des oiseaux“ (Abgrund der Vögel) für Klarinette solo, der dritte Satz aus dem „Quatuor pour la fin du temps“.

Das technisch anspruchsvolle Stück absolviert Boglárka Pecze scheinbar mühelos und beeindruckt zugleich mit ihrer Fähigkeit, die Töne mit größter Innigkeit aus dem Nichts heraus zu entwickeln.

Wohl am tierischsten mutet daneben Robin Hoffmanns Birkhahn-Studie für Birkhahn-Lockpfeife an. Virtuos entlockt Paul Hübner der Pfeife, die eigentlich nichts weiter als Rauschen hervorbringt, perkussive Rhythmen, entfaltet durch unterschiedliches Formen der Hände kontrastreiche Klänge. Zarter, aber nicht weniger virtuos kommt Stockhausens „Die Schmetterlinge fliegen“ in der Interpretation von Gregor Schulenburg daher. Sehr präzise zeichnet der Flötist die hier beschriebenen Flugbahnen der Schmetterlinge nach.

Einen Höhepunkt des Abends bildet die Uraufführung von Paul Hübners „wirbelloseǀzierfischraritäten“, einer Komposition für Trompete, Flöte und Klarinette mit Audio-Zuspielungen vom Notebook. In der Alltagswelt gefundene Klänge, Tiergeräusche, wurden hierfür „musikalisiert, rhythmisiert und damit in ein Bühnenkorsett transformiert“, so der Komponist. Erweiterungen von Trompete und Flöte durch Zugrohre ermöglichen ergänzende Tonhöhenveränderungen. Mit den Instrumenten werden musikalische Charakteristika der Einspielungen aufgenommen und fortgeführt. Wie der Komponist, so spüren die Musiker zusammen unterschiedlichen Geräuschen nach und demonstrieren hier nicht zuletzt, wie sehr das Tierreich von Musikalischem erfüllt ist.

Das Konzert wurde vom Deutschlandfunk aufgezeichnet, Sendetermin: 16. Februar 2015, 21.05 Uhr.

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