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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Tödlicher Konflikt der Generationen

23.04.2010

OLDENBURG Sie gilt als tiefste Tragödie von William Shakespeare (1564-1616) und beansprucht fünf Stunden, wollte man sie ungekürzt aufführen. Was der Leitende Regisseur des Oldenburgischen Staatstheaters, K.D. Schmidt, dem Publikum keineswegs zumutet. Und so lässt er seinen „König Lear“ nur zwei Stunden und 45 Minuten leiden, ehe er seine Lieblingstochter Cordelia tot in Armen hält und dem Wahnsinn komplett verfällt.

„Wir erzählen die ganze Geschichte sehr klar und gut verständlich“, beschreibt Jörg Vorhaben die Inszenierung von Schmidt. Sie sei zwar nicht ins Heute geholt, wohl aber dem heutigen Kulturkontext angepasst, sagt der Leitende Schauspiel-Dramaturg.

Die Handlung besteht aus zwei Erzählsträngen, die der Regisseur stark parallel gesetzt hat, auch wenn das tragische Schicksal von König Lear dominiert. Dieser will in hohem Alter sein Reich an seine drei Töchter verschenken. Wer ihn am meisten liebt, soll den größten Teil erhalten. Damit beginnt ein tödlicher Generationenkonflikt. Der zweite Handlungsstrang erzählt von Edgar, Sohn des Grafen von Gloucester, dessen Bruder Edmund ihn mit einer Intrige in die Verbannung trieb. Hier trifft er auf Lear. Beide Schicksale sind von da an miteinander verwoben.

Fünf Akte mit je fünf bis sieben Szenen – da muss der Zuschauer durchaus entwirren, in welchem der abgrundtiefen Komplotte die Welt gerade versinkt. „Das hat etwas Krimihaftes“, sagt Vorhaben, der das Faszinierende dieses alten Stoffes so beschreibt: „Wenn es darum geht, wie man in Würde altert und Macht abgibt, ist das Stück ganz aktuell.“ Es gebe keine Schablone für Gut und Böse, sagt der Dramaturg, „Shakespeare beleuchtet hier unterschiedliche Standpunkte und spiegelt sie an zwei Familien, das macht es so spannend“.

Die Königsrolle übernimmt Hartmut Schories, der vom Hamburger Thalia Theater ans Staatstheater gewechselt ist. Ebenfalls neu im Ensemble ist Eike Jon Ahrens (König von Frankreich/Oswald), der in Brake aufwuchs und nun von der Münchner Otto Falckenberg-Schauspielschule in seine Heimat zurückgekehrt ist. In weiteren Rollen zu sehen sind: Jens Ochlast, Thomas Birklein, Gilbert Mieroph, Thomas Lichtenstein, Vincent Doddema, Michael Pietsch, Klaas Schramm, Caroline Nagel, Juliana Djulgerova, Anne Ratsfeld und Jakob Rohde. Der Musiker Christoph Iacono spielt Klavier.

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