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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Träume in sinnlicher Klangwelt

25.01.2014

Oldenburg Das zeitgenössische Musiktheater „Lohengrin“ (1982/84) von Salvatore Sciarrino, das das Staatstheater jetzt in der Exerzierhalle aufführt, ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Oper von Richard Wagner. Beiden Werken liegt lediglich die gleiche Sage zugrunde, nach der der Schwanenritter Lohengrin die unschuldig in Not geratene Elsa rettet und sie unter der Bedingung heiratet, dass sie niemals nach seiner Herkunft fragen darf. Als Elsa dies in der Hochzeitsnacht dennoch tut, verlässt Lohengrin sie.

Das Hördrama „Lohengrin“, das jetzt in der Reihe OPERation X in der Exerzierhalle gezeigt wird, ist mit einer knappen Stunde deutlich kürzer und bewegt sich mit seiner Neuen Musik abseits des großen Opernrepertoires. Anders als Wagner erzählt der italienische Komponist Salvatore Sciarrino (66) seinen „Lohengrin“ aus der Sicht von Elsa.

Als verlassene, älter gewordene Frau durchlebt sie in einer Traumwelt die Geschehnisse noch einmal. „Sciarrino verhandelt die bei Wagner mythische Dimension auf einer sehr menschlichen Ebene“, erläutert Regisseur Thomas Fiedler: „Wissen zu wollen, wer der andere ist und verlassen zu werden – das sind ewig aktuelle Themen.“

Den Solopart übernimmt die Sängerin und Schauspielerin Salome Kammer (55), bekannt auch aus den Heimat-Filmen ihres Mannes Edgar Reitz, dessen jüngstes Werk „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“ das Casablanca-Kino an diesem Sonntag, 26. Januar, ab 11 Uhr zeigt.

Die Rolle als Elsa „erfordert eine riesige musikalische Leistung auf höchstem Niveau“, sagt Yuval Zorn, der musikalische Leiter des Stückes: „Ihre Partitur enthält keine rhythmischen Muster oder Wiederholungen. Der Musikstil ist unkonventionell und gegen die Gewohnheit von Orchester und Publikum.“

Leise und sinnlich sei Sciarrinos „Lohengrin“, stimmen Regisseur und Dirigent überein. Durch die Reduktion von Klängen und szenischen Aktionen entstehe ein ungeheurer Reichtum, „eine dreidimensionale Klangwelt, die sehr fesselnd ist“.

Optisch verstärkt wird dieser Eindruck durch eine verspiegelte Bühne, auf der fantastische Traumlandschaften entstehen.

Neben Salome Kammer als Solistin wirken 16 Musiker vom Staatsorchester mit. Sie spielen, für das Publikum sichtbar, zusammen mit den drei Sängern Henry Kiichli, Alwin Kölblinger und Volker Röhnert. „Zählen wir alle Mitwirkenden zusammen, kommen wir auf 21“, sagt Yuval Zorn und schmunzelt: „Das ist eine richtig große Produktion.“


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