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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Träumende Liebende singen zu Brittens Musik

08.04.2016

Oldenburg Das StückBenjamin Brittens Oper „Ein Sommernachtstraum“ nach William Shakespeares Bühnenstück hat am Sonnabend, 9. April, um 19.30 Uhr Premiere im Großen Haus.

Das Theaterstück „Ein Sommernachtstraum“ wurde um 1595 von William Shakespeare geschrieben. Die Geschichte um den Elfenkönig Oberon und seine Frau Titania spielt allerdings in der Antike. Und 1960 hat der englische Komponist Benjamin Britten den Stoff in eine Oper verwandelt. Jetzt, wieder einige Jahrzehnte später, bringt das Oldenburger Staatstheater den Klassiker auf die Bühne. „Die Reise geht wirklich durch die Jahrhunderte“, gibt der Regisseur Tom Ryser zu.

Shakespeare hat eine Geschichte über die Liebe geschrieben. Es gibt viele Rahmungen, viele Liebespaare, die sich voneinander abwenden, sich von anderen angezogen fühlen, wieder zueinander finden. Es herrschen Dramatik, Intrigen und Eifersucht. Und als Oper gab der Komponist Britten dem ganzen noch eine ganz andere, neue Färbung. „Britten provoziert eine Reibung zwischen Text und Musik“, findet Ryser.

Den Text hat das Theater in der Originalsprache Englisch belassen. „Ich persönlich finde es sehr schön, dass es die Originalsprache ist“, sagt die Dramaturgin Annabelle Köhler. Es passe besser zur Musik, stimmt ihr auch Ryser zu.

Besonders reizvoll findet Ryser, dass er auch nach dem hundertsten Mal Lesen von „Ein Sommernachtstraum“ noch Neues entdecken kann. „Und das Besondere ist, dass alle archetypischen Formen von Liebe dargestellt werden, und das, ohne mit dem Finger darauf zu zeigen.“

„Ein Sommernachtstraum“ ist bereits die zweite Arbeit des Regisseurs mit dem Oldenburger Staatstheater. „Es ist ein schöner Schritt, noch mal miteinander zu arbeiten. Es ist ein großartiges Ensemble!“, findet Ryser. Außerdem passt das Ensemble gut zum Stück, es ist jung – wie Shakespeares Protagonisten. „Und das Stück passt so gut zu unseren Stimmen“, schwärmt Annabelle Köhler.

Ins Schwärmen sollen auch die Zuschauer geraten, wenn die Liebespaare sich in der mystischen Welt entzweien und am Ende, nach einem heillosen Durcheinander, durch Puck (in dieser Inszenierung dargestellt von David Bennent) wieder zueinander geführt werden sollen. Wichtig ist es dem Theater, den Zuschauern zu zeigen, dass die Thematik des Stücks heute noch genauso aktuell ist, wie zu Oberons oder Shakespeares Zeiten, denn diese Liebesgeschichte sei zeitlos. „Ich wünsche allen mal so eine Sommernacht. Eine Nacht, in der man durchgeschüttelt wird, komplett in die falsche Richtung läuft und am nächsten Morgen wieder aufwacht und froh ist, neben dem/der Richtigen im Bett zu liegen“, sagt Tom Ryser.

Ryser verspricht neben großartigen Darstellern ebenfalls starke Bühnenbilder und aufwendige Kostüme. Und der Oldenburger wird dabei auch das eine oder andere wiedererkennen.

Für die Premiere sind bereits fast alle Plätze ausverkauft, es sind nur noch Stehplätze erhältlich. Doch die Oper wird noch die komplette Saison am Oldenburger Staatstheater laufen.


     www.staatstheater.de 

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