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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Unsterbliche Liebe bis in den Tod

25.09.2015

Oldenburg Nach „Alle meine Söhne“ und den „Buddenbrooks“ wird Oberspielleiter Peter Hailer (59) nun erstmals eine Oper für das Oldenburgische Staatstheater in Szene setzen. Auch wenn ihm das Genre Musiktheater nicht neu ist, bezeichnet der Regisseur „Manon Lescaut“ als eine große Herausforderung. Warum? „Das Frauenbild“, gesteht Hailer, „will nicht so recht in unsere Zeit passen.“

Denn in seinem ersten Meisterwerk, mit dem Giacomo Puccini (1858-1924) als Opernkomponist der Durchbruch gelang, stellte Puccini mit Manon Lescaut „einen ihm eigenen Frauentypus“ auf die Bühne, erläutert Dramaturgin Steffi Turre: Den der kleinen, verliebten Frau, die ihr trauriges Los erdulden muss. Also hat Hailer sich daran gemacht, die Oper, die 1893 uraufgeführt wurde, „nach heute zu denken, ohne sie zwingend zu aktualisieren“. Seine Manon Lescaut ist eine Frau mit wenig Handlungsspielraum. „Hier sehe ich Parallelen zu heute“, begründet Hailer.

Manons Eltern, von denen man in der Oper nichts erfährt, haben beschlossen, sie in ein Kloster zu schicken. Ihr Bruder (Lescaut: Daniel Moon) will sie stattdessen von dem reichen Geronte de Ravoir (Ill-Hoon Choung) entführen lassen. Was misslingt, weil der mittellose Student Chevalier Renato Des Grieux (Paulo Ferreira) sich auf den ersten Blick in Manon verliebt und mit ihr flieht.

All dies geschieht bereits im ersten Akt und es klingt schon nach Happy End. Doch drei weitere folgen an rasant wechselnden Spielorten. Man sieht Manon nun doch an der Seite des reichen Mannes de Ravoir, dann in einem Straflager und schließlich sterbend in den Armen des geliebten Des Grieux, mit dem sie einst floh.

Nicht nur wegen der wechselnden Spielorte stellt Puccinis Oper, die zu den eher wenig gespielten Werken zählt, Regisseure vor eine schwere Aufgabe. Sie ist auch deshalb eine Herausforderung, weil eine Handvoll Librettisten am Werke war und die Musik als formenüberladen gilt. An der Bayerischen Staatsoper wurde sie kürzlich sehr erfolgreich aufgeführt. Nun darf man gespannt sein auf die Premiere in Oldenburg.

Das Staatsorchester wird dirigiert von Roger Epple. Thomas Bönisch ist verantwortlich für Opern- und Extrachor. Hauschoreograf Antoine Jully hat den Auftritt der vier Tänzer Jossia Clement, Maelenn Le Dorze, Ylva Grau und Nayantara Kumar choreographiert. In weiteren Rollen agieren Philipp Kapeller, Henry Kiichli, Melanie Lang, Mykola Pavlenko, Paul Brady und Stephen Foster.

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