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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Verletzter Delfin überlebt im Pool

19.07.2017

Ostenburg „Hände weg – und Foto!“, ruft Barbara Haff. Schnell drückt Lea auf den Auslöser. Fast wäre das kleine Playmobilmännchen umgekippt, und das Foto hätte neu geschossen werden müssen.

Barbara Haff vom Mädchentreff Oldenburg ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Zehn Mädchen vom Mädchentreff zwischen neun und dreizehn Jahren erlebten bei der Ferienaktion Kino und Film hautnah.

Am ersten Tag der dreitägigen Aktion bekamen die Mädchen das Kino mitsamt Technik und Räumlichkeiten gezeigt. Danach ging es an die Entwicklung eines eigenen Trickfilms mit der Filmtechnik „Stop-Motion“. Hierbei werden Bilder von unbewegten Motiven aneinandergereiht, wodurch eine Illusion von Bewegung entsteht.

„Wir haben uns umgedreht, da haben die Mädchen schon angefangen, die Figuren zu kneten“, erzählt Marie Hinnrichs zufrieden und Inga Becker nickt zustimmend. Die Teamerinnen vom Cine k begleiten die Aktion und stellen die Technik zur Verfügung.

Melissa, Valeria, Lara, Lea und Juliana haben sich für ihren Film das Thema Wasserverschmutzung vorgenommen. „Ein ernstes Thema“, wie Melissa bestätigt. Es geht bei diesem Film um einen Delfin, der sich an einer Scherbe verletzt. Eine Frau sieht das Unglück, rettet den verletzten Meeresbewohner und pflegt ihn schließlich in ihrem Pool wieder gesund.

In der anderen Gruppe überlegen Lara, Finja, Jette, Josie und Jule währenddessen eifrig, wie sie die Nacht in ihrem „Filmkasten“ darstellen sollen. „Ihr seid super!“, ruft Lena Normann vom Team des Mädchentreffs, als die Kinder auf die Idee kommen, den Mond mit einer Taschenlampe zu beleuchten. „Die fabelhafte Urlaubsreise“ wird ihr Stop-Motion-Film heißen.

Die Fabelwesen, das sind zwei Kinder, die aus Federn bestehen, und eine Strohhalmdame sowie der Konfettimann. „Wir haben jetzt fünf Minuten für diese zwei Sekunden lange Szene gebraucht“, sagt Finja.

„Wir haben 17 Bilder gemacht. Wenn der Film komplett flüssig sein sollte, müssten wir 24 Bilder pro Sekunde nehmen. Das würde aber viel zu lange dauern.“

Bei der Gruppe mit dem Film zur Meeresverschmutzung werden unterdessen die Augen groß: Die erste Szene ist fertig. Gespannt versammeln sich alle um das Tablet und sehen sich an, was sie geschafft haben. Darauf folgt ein großer Applaus und natürlich: eine Pause. Danach muss es aber schnell weitergehen, denn die Filme sollen ja noch vertont werden.An diesem Mittwoch, 16 bis 18 Uhr, werden die Filme bei einer öffentlichen Kinovorführung im Cine k, (Bahnhofstraße 11) gezeigt. Anschließend wird noch zusammen der Film „Rhabarber, Rhabarber“ geschaut, bei dem es um das Drehen von Filmen geht. Der Eintritt ist frei.

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