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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Vier gestresste Jungs im Einkaufsparadies

09.05.2014

Oldenburg Die Kulisse für „Männerhort – een Platz för Keerls“ ist eine ungewöhnliche. Denn die niederdeutsche Komödie spielt nicht etwa im Oldenburgischen Staatstheater, sondern bei Möbel Buss in Osternburg. Schon in der Drehtür im Eingang fahren dort seit einigen Tagen Bierdosen, Pizzaschachteln und ein Aschenbecher im Kreis. Auf der Glastür steht in großen Buchstaben: „Männerhort“.

Wenn sich die Türen des Geschäftes schließen, öffnet sich um 19 Uhr der Vorhang – den es hier gar nicht gibt. Denn gespielt wird in der ersten Etage, und zwar hinter den Kulissen der Wohnzimmer-Abteilung. Dort, wo Sessel und Sofas zwischenlagern, hat das Staatstheater seinen Männerhort eingerichtet, sprich eine kleine Bühne mit Tribüne, die Platz für etwa 60 Zuschauer bietet.

Der Spielort ist so skurril wie passend. Denn „Een Platz för Keerls“, das das Staatstheater mit zwei Mitgliedern der August-Hinrichs-Bühne und zwei Gästen aufführt, handelt von vier ganz unterschiedlichen Männern, die eines verbindet: Der Einkaufswahn ihrer Ehefrauen, die jeden Sonnabend shoppen, bis die Kreditkarte „brennt“. Darauf haben Lars (Alf Hauken), Helmut (Helge Ihnen), Martin (Jürgen Müller) und Eroll (Markus Weise) nicht die geringste Lust und suchen sich ein Plätzchen, wo sie ihre gestressten Männerseelen bei Bier, Pizza und Fußball baumeln lassen können.

Männerhort sei „ein hermetisches Kammerspiel mit großem Sprachwitz“, sagt Regisseur Michael Uhl und lacht: „Wenn vier Jungs aufeinander treffen, ist es natürlich wichtig, wer am weitesten pinkeln kann.“ Unter dem Klamauk finde sich aber auch eine große Sehnsucht der Männer. „Das Stück wächst über Klischees hinaus. Darin liegt eine große Qualität dieser Komödie“, sagt der leitende Regisseur des Niederdeutschen Schauspiels.

Auch wenn die Ehefrauen der vier Männer körperlich nicht anwesend sind, spüre man dauernd deren Gegenwart, beschreibt Uhl, der zuletzt „Moby Dick“ in Szene setzte: „Aber natürlich erfahren wir über sie nur etwas aus der Sicht ihrer Ehemänner.“ Vielleicht eine gute Gelegenheit also für Zuschauerinnen, einmal Mäuschen zu spielen und zu hören, was die Männer so lästern…


Theater-Kritiken unter   www.nwzonline.de/theater 
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