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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Mega-Gitarren-Schau In Oldenburg: Hiermit haben die größten Rock-Legenden gespielt

04.11.2015

Oldenburg Mythen, Geschichten und Legenden über Gitarren gibt es so viele wie Gitarren selbst. Das Saiteninstrument ist ein elementarer Bestandteil der Musikgeschichte – daran hat sich auch in diesem durchdigitalisierten Jahrtausend nichts geändert. Als Hommage an klassische Klampfen gibt es in Oldenburg die „Vintage Guitar Show“. Jörn Eisenhauer präsentiert die Ausstellung jetzt zum 30. Mal. An zwei Tagen – am Sonnabend und Sonntag, 7. und 8. November – spielt im Gebäude der IGS Flötenteich die Musik.

Aussteller aus den USA

Rund 60 Aussteller aus aller Welt – die weiteste Anreise hat ein Gitarrenbauer aus den USA – zeigen weit über 1000 Gitarren und Verstärker aus der Rock’n’Roll- und Beat-Ära, aber auch antike und neuzeitliche Instrumente. „Damit sind wir die größte Ausstellung dieser Art in Deutschland und die älteste in Europa“, berichtet Eisenhauer. Etwa 1000 Besucher werden erwartet.

Zu sehen und hören bekommen sie renommierte US-Marken wie Gibson, Fender, Gretsch und Rickenbacker sowie Instrumente aus deutschen Werkstätten, wie zum Beispiel Framus oder Höfner. Bands werden live spielen und Musiker Instrumente vorführen.

Besonders stolz ist Eisenhauer darauf, dass auch Klampfen von bekannten Persönlichkeiten gezeigt werden. Zum Beispiel die erste Gitarre, die Pete Townshend von „The Who“ bei einem Konzert zertrümmert hat. Beim ersten Mal sei Townshend so hoch gesprungen, dass sein Instrument „aus Versehen“ die Decke berührte und der Gitarrenhals abbrach, erzählt Eisenhauer. Ein Roadie habe die 1964er Rickenbacker-Gitarre wieder zusammengesetzt. Fortan begründete sich Townshends legendärer Ruf auch aus dem Zerstören von Gitarren, und die erste Bruch-Gitarre gelangte über Umwege in den Besitz des Oldenburger Sammlers und Gitarristen Wilfried Fricke, der auch eine Gitarre von John Lennon und ein Instrument von Stones-Bassist Bill Wyman sein Eigen nennen kann. Fricke stellt für die Vintage-Show auch das Material für eine Sonderausstellung über den Hamburger Star-Club zur Verfügung. Neben Gitarren werden Original-Fotos, Poster und Manuskripte von den Beatles, Rolling Stones, The Who, Lords, Rattles und anderen Bands gezeigt.

Party im „Charlys“

Erstmals ist eine „Vintage Drum Show“ Bestandteil der Veranstaltung. „Denn auch bei den Schlagzeugern gibt es inzwischen eine wachsende Zahl von Sammlern und Liebhabern alter Sets, zum Beispiel der Marken Sonor, Ludwig, Roger und Slingerland“, erklärt Eisenhauer. Organisiert wird dieser Teil vom Schlagzeuger Gunnar Olsen. Zwölf Aussteller haben sich dafür bisher angemeldet.

Zum Programm gehört auch eine Tauschbörse für Ersatzteile. Wer möchte, kann seine eigenen Instrumente mitbringen und deren Wert schätzen lassen.

Am Sonnabend findet ab 20 Uhr die After-Show-Party mit Live-Musik und Jam-Session in „Charlys Musikkneipe“ (Wallstraße 26) statt. Danach dürfte auch bei Laien die Versuchung, heimlich vor dem Spiegel Luftgitarre zu spielen, groß sein.

Hier spielt die Musik

Geöffnet ist die „Vintage Guitar Show“ in der IGS Flötenteich (Hochheider Weg 169) am Sonnabend, 7. November, von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 8. November, von 11 bis 16 Uhr.

Der Eintritt kostet acht Euro pro Tag, eine 2-Tages-Karte ist für zwölf Euro zu haben. Jugendliche (bis 17 Jahre) zahlen fünf Euro pro Tag, für Kinder (bis 12 Jahre) in Begleitung Erwachsener ist der Eintritt frei.

Das Programm enthält folgende Live-Auftritte:


 Sonnabend: 12.30 Uhr: Die „Gipsy Diamonds“ aus Bremerhaven präsentieren Jazz im Stile Django Reinhards 17 Uhr: Die Vintage-Show Allstar-Band spielt Rock- und Bluesklassiker
 Sonntag 12.30 Uhr: Jazz-Gitarristen im Trio: Jörg Seidel (Bremerhaven), Frank Haunschild (Köln) und Attila Mühl (Berlin) 14 Uhr: Auftritt des renommierten Studio- und Tourgitarristen Thomas Blug 15 Uhr: Train Stories – musikalische Lesung mit Richie Arndt


     www.vintage-show.de 
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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