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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Vom Sommermärchen zum Erfolg

10.12.2016

Oldenburg Was als Sommermärchen 2015 begann, kann Weihnachten 2016 als Erfolgsgeschichte erzählt werden: die Gründung des Vereins „Pro:connect – Integration durch Bildung und Arbeit“. Die Menschen hinter der Story heißen: Werner zu Jeddeloh, Gerlinde Röben und Ernst Jünke.

Zugang zu Arbeit

Der frühere Büfa-Chef, die Unternehmerin und der pensionierte BBS-Leiter hatten im Sommer 2015 die Idee, diese Initiative anzuschieben, um geflüchteten Menschen einen unbürokratischen Zugang zu Bildung und zum Arbeitsmarkt zu ebnen.

Die Geschäftsstelle von „Pro:connect“ – gleich gegenüber der Agentur für Arbeit – an der Güterstraße 1 – ist längst Anlaufstelle und Knotenpunkt für alle geworden, denen daran gelegen ist, dass Menschen mit Flüchtlingshintergrund hier Zugang zur Arbeitswelt finden. Außerdem treffen sie hier auf Catrin Cordes, seit der ersten Stunde das freundliche Gesicht und die energische Organisatorin des täglichen Trubels dort.

In der Geschäftsstelle kommen zu regelmäßigen Sitzungen Vertreter aus den Behörden mit den Pro:connect-Fallmanagerinnen Shilan Abdo und Anja Friedrich zusammen. „Wir arbeiten mit allen Hand in Hand und überlegen, wer wem schnellstmöglich weiterhelfen kann“, erklären die beiden.

Stolz auf das Erreichte

Und Werner zu Jeddeloh ergänzt: „Wir sind stolz darauf, dass wir schon mehr als 5 Prozent des Volumens der regionalen Arbeitsbehörde erreicht haben.“ Stolz ist man auch darauf, dass das Wirtschaftsministerium Niedersachsen und die Fachkräfteinitiative Nordwest zum „Pro:connect-Team“ zählen. Aber vor allem auch, dass es gelungen ist, 3,5 Stellen für Mitarbeiterinnen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zu finanzieren. „Und die gibt es nur, wenn sie zu 50 Prozent gegenfinanziert werden“, berichten Gerlinde Röben und Werner zu Jeddeloh und danken dafür allen Unterstützern und den bisherigen Spendern.

Niemals vergessen wird bei „Pro:connect“, dass sich hinter allen Erfolgszahlen immer und immer wieder Menschen mit ihren Schicksalen verbergen. Dazu zählen eine Vorzeigebankerin und ein Mediziner, aber eben auch viele andere Praktikanten, Auszubildende, Sprachlernende und Studierende. „Wir sprechen auch ganz bewusst von „unseren Kunden“, berichten Shilan Abdo und Anja Friedrich über einen wertschätzenden Umgang mit den Menschen, die zu „Pro:connect“ kommen. Beide verfügen über viel Erfahrung und interkulturelles Fachwissen. So hat etwa Anja Friedrich in Kenia ein Waisenhaus-Projekt angeschoben. Beide Frauen sind mehrsprachig und kennen die Herausforderungen.

Dazu zählt: Jenseits allen Konkurrenzdenkens die Menschen aus Institutionen zusammenzubringen, Firmenchefs zu überzeugen und Vorurteile abzubauen. Und doch bleibt die Nummer eins: Sprache lernen, damit das Sommermärchen von 2015 als Erfolgsgeschichte für Weihnachten 2017 weitergeschrieben werden kann.

Sabine Schicke
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103

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