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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

KINO: Vom Swinger Club hinterm Deich

27.09.2006

OLDENBURG Die Familie kommt aus Oldenburg. Der 44-Jährige lebt aber inzwischen nahe Hamburg.

von Annika richter OLDENBURG - Der erste Film, den Jan Georg Schütte im Kino gesehen hat, war „Das Dschungelbuch“. Und es scheint, als habe er sich von dessen Motto inspirieren lassen: Probier's mal mit Gemütlichkeit. Charmant und locker stellte der Oldenburger am Montagabend im Casablanca seinen ersten Film „Swinger Club“ vor, der in seinem Wohnzimmer gedreht wurde.

Der 44-Jährige stammt aus einem Umfeld, das mit Film nichts zu tun hat. „Ich glaube, meine Eltern hätten es lieber gehabt, wenn ich was Ordentliches geworden wäre", erinnert sich Schütte. Den Urenkel des Oldenburger Luftschiffbauers Johann Schütte zog es in die Welt. „Ich wollte raus aus der Idylle und der Enge, die ich mir selbst gebaut hatte", erzählt er. Workshops und Schauspielunterricht in Berlin und New York folgten.

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Viele Jahre war er anschließend am Hamburger Thalia-Theater engagiert, wurde aber meistens als Bösewicht besetzt. „Auch später beim Fernsehen bekam ich immer nur solche Drehbücher. Das ist auf Dauer langweilig und auch nicht rentabel. Man konnte also nicht gerade viel Geld verdienen“, berichtet er. „Ich dachte, dass ich besser Drehbücher schreiben kann. Man glaubt ja gar nicht, wie schwer das ist“, schmunzelt er. „So kam mir die Idee, ein paar Schauspieler nach Hause einzuladen und einfach ein bisschen zu spielen."

Heute lebt Schütte mit seiner Frau und seinem achtjährigen Sohn nahe Hamburg hinter dem Deich. „Also ironischerweise noch idyllischer als früher.“ Der Film ist komplett improvisiert. „Eigentlich sollte daraus ein Drehbuch entstehen.“ Dann wurde es der tatsächliche Film.

Es geht um einen Freundeskreis, in dem es mehr oder weniger heimlich jeder mit (fast) jedem tut. Die Thematik stammt aus Schüttes Bekanntenkreis. „Es geht um die Frage, ob Liebe überhaupt nicht mehr möglich ist. Ich möchte aber nicht anklagen, sondern auf humorvolle Weise die Lage klären.“

Seinen Film in Oldenburg vorzustellen war ihm wichtig. „Das ist meine Heimat, und ich bin ja sehr gerne hier", erzählt er. „Inzwischen mag ich die Überschaubarkeit. Außerdem leben Familie und Freunde hier." Und die sahen nach der Vorpremiere genauso begeistert aus wie der Rest des Publikums.

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