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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Von Flötentönen und Dichterworten

01.08.2011

OLDENBURG Eine kleine Lektion über Flöten – Blockflöten in verschiedenen „Lagen“, Traversflöte, Renaissance-Traversflöte, Voiceflute – war die willkommene „Beigabe“ eines charmanten, aus Flötenmusik und gelesenen Texten gemischten Konzerts, das die Flötistin Julia Krenz in der Auferstehungskirche am Friedhofsweg gab.

„Tagträume und Nachtgedanken – Eine kleine Nachtmusik“ war sein Titel, und was da in Töne und Worte (Gedichte von Ringelnatz, Fontane, Dickopf und Wilhelm Busch) gefasst war, hat diesem Muster einer durchdachten musikalisch-literarischen Stunde – von nachdenkenswert bis heiter und pointiert – alle Ehre gemacht.

Was Julia Krenz auf verschiedenen Instrumenten vortrug – Originalkompositionen und Bearbeitungen (diese teils von ihr selbst) –, stellte die Qualitäten der Künstlerin, technisch wie musikalisch, aufs Eindrucksvollste heraus: bestechend weichen und flexiblen Ton, disziplinierteste Atemtechnik Hand in Hand mit eleganter Phrasierung, eine makellose Stilreinheit und so viel Natürlichkeit und Wärme der Empfindung, dass jedes Werk aus solcher Nachgestaltung Farbe und Ausdruck gewann. Und im Falle einiger teils wenig bekannter Meister wie des Holländers Jacob van Eyck, des Südtirolers Leonard von Call, des aus Münster stammenden Mitglieds der Oldenburgischen Hofkapelle Anton Bernhard Fürstenau: den elegant-graziösen und virtuosen Impuls.

Virtuose Fiorituren und Vogelstimmen-Imitationen in Fülle gab es bei Telemanns grandioser g-Moll-Fantasie Nr. 12. In Bearbeitungen berühmter Stücke von Schumann („Träumerei“), Mozart („Eine kleine Nachtmusik“), Walzern von Johann Strauß (Vater und Sohn) entwickelte die Künstlerin – trotz aller „Beschränkung“ auf ein eher historisches Soloinstrument – feines Gespür für Charaktere des Originals.

Mit ihrem Eigenbeitrag, den „Erwürfelten Gedankensplittern“ für Sopranblockflöte(n), mit eingebautem Ad-libitum-Teil und witzig-lakonischem Schluss, erwies sich Julia Krenz als Komponistin, die es versteht, ihr ungewöhnliches Fantasie-Potenzial nicht nur in die Gestaltung eines ebenso ungewöhnlichen wie schönen Abends zu stecken.

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