• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Wie runtergekommen ist das Wallkino wirklich?

02.03.2015

Oldenburg Acht Jahre steht das Wallkino nun leer. Die NWZ  hatte die Möglichkeit, die Räume zu besichtigen.

Der rote Teppich, das Kassenhäuschen – der plüschige Charme der Kino-Ära ist noch überall sichtbar. Der Besucher fühlt sich sofort in die Jahre zurückversetzt, in der ein Kinobesuch Teil des Freizeitvergnügens vieler Oldenburger war. Das Lichtspielhaus – eines der ältesten in Deutschland – wurde im vergangenen Jahr 100 Jahre alt. Mit dem „Wall“ schrieben die Oldenburger Kino-Geschichte. Nur wenige Städte können ein solches Bauwerk vorweisen.

Dem Betrachter, der heute durch das Haus streift, fällt allerdings nur noch wenig aus der Entstehungszeit ins Auge. Mehrere Umbauten – vor allem Ende der 60er-Jahre – haben das Haus stark verändert. Sie prägen den Gesamteindruck im Inneren.

Toiletten, Küchen- und Nebenräume sind abgenutzt und in ihrem jetzigen Zustand unbrauchbar. Die Ausstattung gibt eher ein Zeugnis ab vom Geschmack der 60er- und 70er-Jahre, als vom Jahr der Fertigstellung 1914.

Wasserschaden am Dach

Ein Wasserschaden hat vor einigen Jahren die Decke im großen Vorführraum in Mitleidenschaft gezogen. Die beschädigte Stelle im Dach wurde zwar repariert. Doch klamm wirken die ungeheizten Räume weiterhin.

Der große Saal mit seinen Logen war das Prachtstück des früheren Kinos – und lässt noch heute erahnen, wie repräsentativ das Wallkino gebaut war. Ob die engen Ausgänge zur Wallstraße heutigen Brandschutzbestimmungen genügen? Kaum vorstellbar.

Einige technische Details, zum Beispiel die Lüftung, sehen vergleichsweise neu aus. Hier wurde in den Jahren des Kinobetriebs investiert. Energetisch betrachtet wirkt das Kino dagegen museumsreif.

Sanierung oder Neubau? An dieser Frage schieden sich in den vergangenen Jahren die Geister. Unter dem früheren Oberbürgermeister Gerd Schwandner hatte die Stadt einen Antrag von Ulrich Marseille auf Teilabriss abgelehnt. Der Eigentümer jedoch sieht keine andere Möglichkeit, als weitgehend neu zu bauen.

Fassade erhalten

Er schlägt vor, die Fassade zu erhalten und einige Elemente, die an die Kinotradition erinnern, in den Nachfolgebau zu integrieren. Bei einem Besuch von Schwandners Nachfolger Jürgen Krogmann bei Marseille im Februar in Hamburg vereinbarten beide Seiten weitere Gespräche – mit welchem Erfolg, das wird sich zeigen.


NWZ TV   zeigt einen Beitrag unter   www.nwzplay.de 
Mehr Fotos unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2101
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.