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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kunstsprechstunde: Was den Zuschauern „lieb und teuer“ ist

17.10.2016

Oldenburg Was sind das alte Erbstück oder der originelle Flohmarktfund wirklich wert? Jeder, der selbst einen „Schatz“ sein Eigen nennt, konnte sich das am Sonntag im Oldenburger Stadtmuseum von den Experten der NDR-Sendung „Lieb&Teuer“ beantworten lassen.

Ob Gemälde, Porzellan, Silber, Möbel, Uhren oder vermeintlich wertvolle Asiatika war dabei völlig egal. „Wir haben für fast alles jemanden da, der sich auskennt“, erzählt Marina Bartsch-Rüdiger, die beim NDR für den Programmbereich Kultur und Magazine verantwortlich ist.

So wurde im Sechs- bis Zehnminutentakt für über 300 Stücke ein Schätzwert abgegeben, der sich aus dem Vergleich mit ähnlichen Stücken in Kunsthandelsdatenbanken zusammensetzt. Ein möglicher Verkauf stand dabei jedoch nicht unbedingt im Vordergrund, sondern die Leidenschaft für Antiquitäten und vielleicht auch etwas über ihre Herkunft zu erfahren.

„Wir konnten so zum Beispiel den Besitzern eines Schiffbildes eine Freude machen. Im Schifffahrtsmuseum konnte man ihnen nichts über ihr Werk sagen, aber wir haben den Künstler, A. J. Janßen, und die Reederei des Schiffes herausgefunden“, erzählt Marina Bartsch-Rüdiger.

Ganz besonders interessante Objekte erhielten eine Einladung in eine der nächsten „Lieb&Teuer“-Aufzeichnungen. So werden im November auch eine Pferdeskulptur des Künstlers Gerhard Marcks und gemalte Postkarten von Hans Purrmann gezeigt, die hier in Oldenburg vorgestellt wurden.

Meistens sind es Familienerbstücke, die ihren Weg zu „Lieb&Teuer“ finden. Auch Heinz-Peter Hornung zeigte eine Taschenuhr seines Großvaters, die dieser von seinen Eltern 1930 zu Weihnachten bekommen hatte. Es handelt sich um eine Omega-Uhr von 14 Karat Gold mit einer 24-Stunden-Einteilung und einer Widmung. „Zu dieser Zeit wurde in Deutschland die 24-Stunden-Zählung eingeführt“, erklärt Dr. Bernd Schmoller, Experte für Uhren und Nautika, „die Ziffernblätter wurden mit dieser Einteilung bedruckt, damit sich die Leute daran gewöhnen.“

Heinz-Peter Hornung gehört zu den wenigen, die ihren Schatz tatsächlich verkaufen wollen: „Natürlich hat die Uhr einen ideellen Wert für mich, aber ich habe keine eigenen Kinder, die sich darüber freuen würden, also kann ich sie auch selbst verkaufen.“ Er sei schon bei einem Goldhändler gewesen, der den reinen Goldwert auf 800 bis 900 Euro geschätzt hatte, erhofft sich aber noch etwas mehr. „Die Uhr ist sehr gut erhalten, hat allerdings etwas Grünspann, und auch das Monogramm darauf könnte vielleicht etwas störend sein.“, so Dr. Bernd Schmoller, „Man wird etwa 1000 bis 1200 Euro dafür bekommen können.“

In die Sendung hat es seine Uhr nicht geschafft, dennoch ist Heinz-Peter Hornung zufrieden: „Ich weiß nun, was meine Uhr wert ist und vielleicht steigt ihr Wert in den nächsten Jahren ja noch.“

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