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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Weit über die Virtuosität des Handy-Daumens hinaus

03.03.2014

Oldenburg Manchmal überfällt Heinz Gassenmeier so ein inneres Lächeln. „Könnte durchaus ein guter Pianist werden“, sagt er dann feixend zu sich selbst. Das passiert ihm, wenn er einen Jugendlichen mit höchst gelenkigem Daumeneinsatz digitale Meldungen schreiben sieht. Doch mag auch mancher potenzieller Klavierspieler seine Virtuosität auf den Bildschirm beschränken und unentdeckt bleiben: Es gibt, wie der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ zeigt, eine Fülle begabter junger Pianisten.

Als Vorsitzender des Regionalausschusses für den Bereich Oldenburg Nord hat Gassenmeier die beste Übersicht. Die gewinnen beim Konzert der Preisträger auch Eltern, Bekannte und Musikfreunde im voll besetzten Kleinen Haus. „Es sind diesmal nur erste und zweite Preise vergeben worden“, erklärt Gassenmeier. „Das sagt alles über das hohe Niveau der Teilnehmer.“

Klavier solo und Ensembles für Streicher, Bläser und Neue Musik bilden den Schwerpunkt des 51. Wettbewerbs, der bis zum Bundesentscheid führen wird. Wenn zur Einstimmung die beiden Oboistinnen Lea Schröder und Marieke Pieper (Altersgruppe 10/11) einen graziösen „Hahnenkampf“ vorführen, dann spüren schon alle: Dahinter steckt höchste Übungsdisziplin, aber sie verleidet nicht die Freude am musikalischen Entdecken.

Noch immer verzeichnet die Region Oldenburg Nord steigende Meldungen bei „Jugend musiziert“. 90 Jungen und Mädchen haben teilgenommen. 36 davon messen sich im Landeswettbewerb in Hannover vom 19. bis 23. März. Oldenburg Nord hat bei Landes- und Bundesentscheiden stets überdurchschnittlich viele Preise gewonnen.

Das sind motivierende Fakten, obwohl die Zeitreserven durch den verkürzten Weg zum Abitur und den Ausbau des ganztägigen Schulsystems spürbar schwinden. Die Gruppe der 18- und 19-Jährigen fiel erstmals komplett aus. „Wir setzen stark auf Intensität und auf Gemeinsamkeit“, gibt Gassenmeier den Zuhörern mit auf den Weg. So legen die Lehrer, zum Teil aus dem Staatsorchester, und die Juroren, etwa aus der Deutschen Kammerphilharmonie, hohen Wert auf Beratungsgespräche mit den jungen Talenten.

Eigentlich haben sich leistungsgerecht noch drei Klavierschülerinnen für eine weitere Runde qualifiziert. Doch für die Sieben- bis Neunjährigen gibt es noch keinen Landesentscheid. Also ist herzlicher und auch verblüffter Beifall der höchste Preis für Maja Macht (Varel) mit einer Sarabande von Corelli, Lioba Dallaserra (Varel) mit Variationen von Kuhlau und Julia Riechmann (Oldenburg) mit Paganini-Variationen von Berkowitsch.

Dafür braucht es schon mehr als nur flinke Handy-Daumen.

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