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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

KONZERT: Wenn der frühe Beethoven durchgestaltet wird

22.09.2007

OLDENBURG „Hochbegabten Studierenden die Kammermusik in all ihren Facetten nahezubringen“ – so lautet das Credo der Internationalen Sommerakademie für Kammermusik Niedersachsen. Zu hören war dies im Kleinen Haus, in das die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen als Förderer der Sommerakademie auch in diesem Jahr eingeladen hatte.

Mit Bläserkammermusik auf hohem Niveau verwöhnten die Musiker zunächst ihr Publikum. Etwa in Beethovens Quintett op. 16 für Klavier (Erica Schulmeister), Oboe (Katharina Wichate), Klarinette (Anna Milena Bergemann), Horn (Karsten Zimmermann) und Fagott (Olivia Comparot). Diesen noch ganz vom Klavier her gedachten „frühen Beethoven“ entwickelten die jungen Musiker als fließende, mit kunstvoll differenzierten Akzenten der Bläser und gekonnten Klavier-Phrasierungen beeindruckend durchgestaltete Musik. Technische Schwierigkeiten scheinen die Teilnehmer der Sommerakademie überwunden zu haben, konzentrierten sich ganz auf die Ensemble-Kommunikation und glänzten mit großer Tonschönheit.

So auch in Mendelssohns Schauspielmusik „Ein Sommernachtstraum“, von Andreas Tarkmann für Bläser-Nonett (Flöte: Barbara Kortmann, Oboen: Nehil Durak, Thomas Hecker, Klarinetten: Ricarda Kindt, Margret Houtmann, Fagotte: Charlotte Oertelt, Benedikt Schobel, Hörner: Karsten Zimmermann und Jessica Hill) und Kontrabass (Anna-Lena Cech) arrangiert. Tarkmanns geschmackvolle Bläser-Arrangements greifen die alte Tradition der Harmoniemusiken auf, verleihen dabei altbekannten Werken einen neuen, von kammermusikalischer Durchzeichnung geprägten Feinsinn. Die Sommerakademiker setzten dies mit schillernden Bläserfarben und makelloser Ensembletechnik auch in dieser großen Besetzung feinnervig und höchst inspiriert um.

Den Streicher-Gegenakzent setzte schließlich das Anima Quartet. Dieses junge St. Petersburger Ensemble – technisch erstklassig und als Ensemble bestens eingespielt – brillierte mit einer stürmischen Version von Beethovens Streichquartett op. 59 Nr. 3. Getragen von geradezu motorisch präzisen, dabei warm und füllig klingenden Mittelstimmen, entfaltete sich ein äußerst temperamentvolles Quartettspiel. Der furiose Schlusspunkt eines abwechslungsreichen Abends.

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