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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Wenn Besucher die Hauptrollen spielen

22.08.2016

Oldenburg Kostüme unterm Hammer: „Das ist ein Kuscheltiermanifest. Kuscheltier zur Herbstsaison. Zwei Persönlichkeiten in einem Kleidungsstück – halb Ballkleid, halb Frack. Wer bietet mehr?“ präsentierte Schauspieler Maximilian Pekrul „exklusive“ Kleidungsstücke einem lachenden Publikum. Bei der Kostümversteigerung aus dem Fundus des Staatstheaters war der Unterhaltungswert hoch: fröhliches Publikum, ein volles Kleines Haus, Theaterflair und zu guter Letzt auch Spenden für einen guten Zweck.

Viele begeisterte Besucher erkundeten am Sonnabend die sonst geschlossenen Flure und Kulissen im Staatstheater. Einen Nachmittag lang bekam jeder die Chance, die Kultureinrichtung mal auf andere Art kennenzulernen: zum Beispiel das Tattoo-Studio in der Herrenmaske, Balletttraining im Probenzentrum, ein Gang auf die Bühne des Großen Hauses oder eben der Kauf von hauseigenen Kostümen.

Besonders der Kostümverkauf sei etwas ganz Originelles, sagt Marianne Krage. „Man kann den Kostümen richtig anmerken, dass sie vielfach im Theater benutzt wurden. Kleine Schilder in den Kostümen weisen zum Beispiel auf die Rollen hin. Das fühlt sich richtig echt an“, erzählt die Besucherin ganz begeistert.

Im Hauptfoyer wechselte fast stündlich das Genre der Musik. Da gab es argentinische Klänge, arrangiert von Joaquin Allem und vorgetragen von Mitgliedern des Staatsorchesters. Außerdem spielte ein kleines Salonorchester, dirigiert von Carlos Vazquez, und bei der Vorstellung von „Klangpol“ wurde nicht nur für die Augen, sondern auch für die Ohren einiges geboten. Die Besucher konnten damit sogar während ihrer Kaffeepause das Programm und „Appetithäppchen“ der Spielzeit vorab genießen.

Zum Nachdenken für Erwachsene und zum Lachen für Kinder wurde eine Kostprobe des Schauspiels „Die Glücksforscher“ gezeigt. Didi und Franzi alias „die Glücksforscher“ brachten unter großem Gelächter so manche Gefühle, Ideen und Vorstellungen des „glücklich Seins“ auf die Bühne. „Glück ist, wenn man ein Kartenspiel gewinnt oder eine Riesenportion Pommes mit Schokoladenpudding isst. Glück ist, wenn man einfach zufrieden ist“, verkündeten die Schauspieler.

Das Publikum vergaß ganze 20 Minuten einfach alles rund um die Zentrale der Glücksforscher. Man sei ganz irritiert gewesen, als der Auftritt plötzlich endete, beschrieb Svenja Denker und freute sich schon auf die Premiere des Stückes.

Im Rahmen der Auktion für den Verein Trauerland, Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche, konnten die Besucher später auch noch selbst einen Teil zum eigenen und fremden Glück beitragen. Mehr als 20 gesponserte Gegenstände – vom Fahrrad bis zum Strandkorb – konnten die Besucher erwerben. Der Erlös von rund 4000 Euro kommt der Arbeit von Trauerland zugute. Hille Ballin, ehrenamtliche Mitarbeiterin, verkündete im Anschluss dankbar, dass dies ohne die Mitarbeit von Sponsoren, Akteuren und Ehrenamtlichen nicht möglich gewesen wäre.

Durch und durch zufrieden mit der Atmosphäre des Festes war auch Generalintendant Christian Firmbach. Wie an diesem Tag durch die vielen verschiedenen Angebote gezeigt wurde, möchte der Intendant in der kommenden Spielzeit wieder für jeden etwas im Programm haben. Dabei wünsche er sich besonders, dass der Theaterbesuch etwas mit dem Publikum macht. „Jeder, der in das Haus hereinkommt, soll wieder anders herausgehen“, beschreibt Firmbach seinen Wunsch genauer.

Abschließend sangen die Besucher des Festes gemeinsam mit Kapellmeister Thomas Honickel und den Chorworkshop-Teilnehmern ein großes „Mitsing-Konzert“ im Großen Haus. Inspiriert von den vielen Kostproben des Nachmittags klang der Abend in sommerlicher Stimmung mit Musik vor dem Theater aus.->

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