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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ein wütender Song für die Oldenburger Zwillinge

20.03.2017

Oldenburg Die Inszenierung soll wie ein Kampf wirken. Doch was die Oldenburger Zwillingsschwestern Jacqueline und Jeanette im Duell mit ihren Kontrahentinnen Natalie (14) aus Lauterhofen und Grace (13) aus Hamburg bei den so genannten „Battles“ am Sonntagabend in der TV-Talentshow „The Voice Kids“ vor einem Millionenpublikum beim Fernsehsender Sat.1 boten, war das Gegenteil. Selten ging es in einem Boxring so harmonisch zu. Und das, obwohl der Song, den ihre Coaches Nena und Larissa für sie ausgesucht hatten, ein echter Kracher war: „Hedonism“ von Skunk Anansie ist ein wuchtiger Song, in den die 14-jährigen Jacqueline und Jeanette alles hineinlegten. Nena und ihre Tochter waren begeistert, auch ihren Juror-Kollegen Sasha hielt es nicht auf seinem Sitz. Auch der Dritte in der Star-Jury, Mark Forster, war beeindruckt: „Ist ja ein sehr wütender Song. Das habt ihr toll rübergebracht“, lobte der Popstar.

Zum Video der Battles bei The Voice Kids

Am Ende mussten Nena und Larissa entscheiden, mit wem sie in die nächste Runde, die so genannten „Sing-Offs“, gehen. Nena rang mit sich: „Ich bin mir wirklich nicht ganz sicher.“ Nach reiflicher Überlegung wählten die prominente Teamchefin und ihre Tochter die kleine Grace aus, doch Jacqueline und Jeanette aus Oldenburg sind ihre erklärten „Lieblingszwillinge“ – nach ihren beiden eigenen Zwillingen. „Ich find’ euch cool, ihr seid so frech, ihr seid double trouble“, sagt sie über die Schwestern.

Auf die Möglichkeit des Scheiterns hatte Mutter Daniela Reim ihre Töchter vorbereitet. Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen: „Wir haben es Grace total gegönnt“, zeigten sich Jacqueline und Jeanette als faire Verlierer. Wobei „Verlierer“ das falsche Wort ist, denn beide haben während ihrer Zeit bei „The Voice Kids“, die im Juli vorigen Jahres mit der Einladung zum Casting begonnen hatte, eine Menge gewonnen. „Wir haben viele neue Freunde mit gleichen Interessen, nämlich Musikmachen und Singen, gefunden. Wir haben uns alle sehr gut verstanden, auch bei den Battles. Es gab keinen wirklichen Konkurrenzkampf“, erzählt Jeanette. Von Nena haben sie beim Coaching gelernt, sich in einem Song auch einmal zurückzunehmen, nicht gleich alles von der Stimme zu zeigen und einen Auftritt nicht zu überladen. „Weniger ist manchmal mehr“, weiß Jacqueline. Die bei „The Voice Kids“ gesammelten Erfahrungen haben die beiden dazu animiert, nicht nur mit dem Singen weiterzumachen, sondern jetzt auch eigene Songs zu schreiben.

Mit ihrem Auftritt im „Battle“ sind die Zwillinge zufrieden: „Es ging alles so schnell vorbei. Trotz der Nervosität waren wir nicht schlechter als in den Proben, wir haben sogar fröhlicher gewirkt“, findet Jeanette. Das stärkste Herzklopfen hatten die Oldenburgerinnen nach ihrer Begegnung mit Superstar Ed Sheeran ohnehin schon hinter sich (die NWZ berichtete).

Mit großer Vorfreude blicken die Schwestern dem Finale am 26. März entgegen. Dann gibt es ein Wiedersehen mit allen „The Voice Kids“-Teilnehmern dieser Staffel. Sat.1 hat die Mädchen und ihre Mutter dazu nach Berlin eingeladen, um die Abschluss-Show live zu verfolgen. Jacqueline und Jeanette sind gespannt, wer gewinnen wird. Ihre Favoritinnen sind Diana und Lina aus dem Team von Mark Forster. „Insgesamt war diese Staffel sehr stark besetzt. Wir sind richtig stolz, ein Teil davon gewesen zu sein“, blickt Jacqueline zurück.

Und sie sind jetzt offenbar auch ein Teil der großen Nena-Familie: Die 56-Jährige hat ihre „Lieblingszwillinge“ zu einer Party eingeladen. Klar, dass die Oldenburger Gesangstalente sich das nicht entgehen lassen wollen.

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Sat.1 | Skunk Anansie