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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Werkstattfilm will Geschichten heben

10.05.2017

Oldenburg Lazaruswiese? Lazaruswiese? Was sagt uns das, wer war die Familie Lazarus, und wo hatte sich Rosa Lazarus drei Jahre lang versteckt? Diese Stadt, ihre Menschen und ihre Vergangenheit besser kennenzulernen und das auf spannende Art auch zu vermitteln – das ist eins der großen Themen von Werkstattfilm in der Wallstraße. Weil der Verein in diesem Bereich eine Menge Erfahrung, Substanz und Kompetenz vereint, wird er mit 85 000 Euro für ein neues Projekt unterstützt – von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ aus ihrem Förderprogramm „Migration und Erinnerungskultur“.

Unter dem Titel „Lokale Geschichte entdecken“ wird es zwei Jahre lang darum gehen, persönliche Oldenburger Geschichte und Geschichten zutage zu fördern und zu erzählen.

Werkstattfilm-Mitarbeiter Michael Lürßen sagt: „Wir suchen dafür Personen, die möglichst Erfahrungen mit Flucht und Migration haben, um historisches Wissen und didaktische Fähigkeiten zu erarbeiten.“ Die Teilnehmer sollen sich „relevante Kenntnisse über die Verfolgung, Unterdrückung, Ausbeutung und Vertreibung verschiedener Gruppen im Nationalsozialismus mit regionalem Bezug zu Oldenburg aneignen“. Für Werkstattfilm-Chef Farschid Ali Zahedi geht es dabei „nicht darum, an der Vergangenheit zu kleben, aber darum zu zeigen, dass das Thema für Oldenburg wichtig ist“.

Gleichzeitig sollen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen den Erlebnissen und Erfahrungen von Menschen während der NS-Zeit und den Projektbeteiligten herausgearbeitet werden. Lürßen: „Wir erarbeiten ein Konzept zur Vermittlung der Thematik in Form von Stadtrundgängen, einer mobilen Ausstellung und einer Broschüre. Die Form der Vermittlung soll so vielfältig wie möglich sein.“

Bei den Stadtrundgängen kann auf ein bestehendes Projekt aufgebaut werden: Werkstattfilm bietet bereits Rundgänge zu den Themen Jüdisches Leben, Sinti und Zwangsarbeit in Oldenburg an. Sie sollen um die Erfahrungen der Teilnehmer erweitert und mehrsprachig angeboten werden, je nach den Sprachkenntnissen der Teilnehmer.

Bei den bisherigen Rundgängen auch mit Schülern zum jüdischen Leben in Oldenburg beobachtet Werkstattfilm-Mitarbeiter Jendrik Punke „ein ausgeprägtes Interesse, vor allem dann, wenn es einen direkten Bezug gibt, wo was stattfand in Verbindung mit einer persönlichen Geschichte der Menschen, die dort gelebt haben – das ist das, was es ausmacht“.

Die bestehende Ausstellung bei Werkstattfilm zum Thema „Oldenburg in der Zeit des Nationalsozialismus“ soll erweitert und zu einer mobilen Ausstellung umgeformt werden, die überall gezeigt werden kann.

Erste Vorbereitungstreffen finden bereits im Juni statt. Nach einer ersten Planungsphase soll die eigentliche Sacharbeit im November beginnen. Für die gemeinsame Arbeit sind zehn Stunden im Monat angesetzt. Für den Einsatz soll es zumindest „eine Aufwandsentschädigung“ geben, so Zahedi. Ab Herbst 2018 soll es erste Stadtrundgänge und mobile Ausstellungen durch die Teilnehmer geben. Das Projekt soll damit auch „eine neue Sichtweise auf die NS-Geschichte entstehen lassen“ und weitere Ansatzpunkte liefern.

Kooperationspartner sind der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen und die Stadt Oldenburg.

Weitere Infos unter Tel. 12180 oder info@werkstattfilm.de.


Info:   www.werkstattfilm.de 
Info:   www.stiftung-evz.de 
Info:   www.vnb.de 
Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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