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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Buch: Wie in Oldenburg die Strippen gezogen werden

30.11.2013

Oldenburg Schon mal aufgefallen? Holzapfel, Poeschel, Schütz, Schwandner – alles Eintagsfliegen. Jedenfalls: Keiner wurde wiedergewählt. Zufall? Reine Absicht. Auch, wenn ehrlicherweise trotzdem am Ende keiner bekommen hat, was er wollte. Weder die Strippenzieher noch die Wähler, von den OBs mal ganz zu schweigen.

Wie das alles zusammenhängt hinter den Kulissen, kann man fesselnd erzählen. Einer kann es: Michael Exner hat seit 1975 als Redakteur für die NWZ gearbeitet, in den vergangenen über 20 Jahren als Leiter der Stadtredaktion. Journalistisch war keiner enger dran an der Politik in dieser Stadt. Gerade im Ruhestand, liegt bereits sein erstes Buch vor: „Der große Irrtum – Warum Oldenburg seine Oberbürgermeister nicht wiederwählt“ (Isensee-Verlag). Es ist die nüchterne und natürlich doch persönliche Offenlegung der zentralen Züge des OB-Polit-Schachs. Spannend zeigt Exner an diesem Beispiel die Verbindungslinien auf – und damit, wie diese Stadt funktioniert. Zum Beispiel, warum man in Oldenburg gegen die Grünen nicht Oberbürgermeister werden kann.

Dass die OBs in Oldenburg zuverlässig abgewählt werden, gilt landesweit inzwischen „als eine Art politisches Grundgesetz“, sagt Exner. Seit die Bürgerinnen und Bürger 1996 erstmals die Möglichkeit der direkten Wahl der Rathausspitze bekamen, hat kein Oberbürgermeister mehr als eine Amtszeit überstanden.

Drei wurden abgewählt, zum Auftakt gleich der ins Hauptamt strebende letzte ehrenamtliche Oberbürgermeister Dieter Holzapfel. Der aktuelle Amtsinhaber Gerd Schwandner verzichtete früh auf eine erneute Kandidatur – nachdem er zwei Vorstöße zu seiner Abwahl überstanden hatte. Darum wird es bei der nächsten OB-Wahl im Herbst 2014 wieder einen neuen Oberbürgermeister geben.

Das Buch untersucht dieses politische Phänomen. Es gibt aufschlussreiche Antworten auf die Frage, warum sich die Oldenburgerinnen und Oldenburger offenbar bei jeder OB-Wahl in einem so großen Irrtum befinden, dass sie den bei der nächsten Wahl unbedingt korrigieren wollen. Es zeigt die Oberbürgermeister von Holzapfel (im Kapitel „Der Dirigent“) bis Schwandner („Der Paradiesvogel“) im Spannungsfeld zwischen Rathaus, Rat und Öffentlichkeit. Und es zeichnet ein Stück Politik und Stadtentwicklung seit Beginn der 90er Jahre nach: zerbrochene Mehrheiten, gescheiterte Bürgerbegehren, enttäuschte Hoffnungen. Und nebenbei räumt es mit ein paar Legenden rund um die (Ab-)Wahlen auf. Als scharfsichtige, kurzweilige Nachzeichnung, die man von der ersten bis zur letzten Seite verschlingen kann. ->  

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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