• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Oldenburger Musik-Projekt „reptile Expression“: Wie man aus Versehen berühmt wird

12.12.2015

Oldenburg Als sie Mitte Oktober den Brief aus dem Postkasten zog, dachte Almut „Ally“ Siepmann, sie würde träumen. Absender war die Deutsche Popstiftung. Die Oldenburgerin konnte die Zeilen, die sie las, kaum glauben: Sie ist mit ihrem Musikprojekt „Reptile Expression“ bei der Vergabe des 33. Deutschen Rock- und Pop-Preises für einen der drei ersten Plätze nominiert – und das in gleich zwei Kategorien.

Rund 1200 Bands und Sänger hatten sich um den renommierten Nachwuchspreis beworben. „Dass sich die Jury für uns entschieden hat, ist der Hammer“, freut sich Ally. Mit ihr fahren an diesem Sonnabend Cid McKinley, Christian Frerichs und Max Li, die zum „harten Kern“ von „Reptile Expression“ gehören, nach Siegen zur Preisverleihung, die in einem siebenstündigen Musikmarathon zelebriert wird. Besonders freut Ally, dass sie mit ihrem Song „After Midnight“ als „beste Popsängerin“ nominiert ist. Die 35-Jährige ist von dieser Entwicklung selber am meisten überrascht: „Früher habe ich verschüchtert Gesangsunterricht genommen und Angst vor meiner Stimme gehabt.“ Erst im Jahr 2010, während eines Auslandssemesters in Kanada, traute sie sich, vor Publikum zu singen („da kannte mich ja keiner“). Das positive Feedback der Kanadier „änderte alles“.

2014 nahm Ally an einem Singer-/Songwriter-Workshop teil, der von der Studentenwerksbühne Unikum angeboten und vom Berufsmusiker Christian Frerichs geleitet wurde. Die dabei entstandenen Lieder sollten nicht einfach so in der Schublade verschwinden, waren sich die Teilnehmer einig: So wurde unter dem Namen „Reptile Expression“ eine CD („Anthology No. 1“) mit fünf Stücken produziert, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Dass ganz verschiedene Einzelkünstler bei „Reptile Expression“ als Gruppe harmonieren, hat auch Cid McKinley gefallen, die seit der Workshop-Neuauflage in diesem Jahr mit dabei ist. „Wenn wir zusammen auftreten, verändert sich ständig das Bild. Wir tauschen immer die Rollen“, sagt die 25-Jährige, die sich 2005 das Gitarrespielen selber beigebracht hat und auch eigene Songs schreibt.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ally, Max und Cid kennen sich von der Uni: Lehramtsstudentin Ally hat sich nach einer Buchhalter-Ausbildung für Deutsch, Englisch und Philosophie eingeschrieben, Max studiert Philosophie und Mathe, Cid Kunst, Medien und ebenfalls Philosophie. Christian Frerichs hat mit „Der Tunnel“ noch ein eigenes Musikprojekt am Start.

Zusammen hat das Quartett beim zweiten Workshop den von Ally getexteten und mit Christian komponierten Song „Forced to regret“ aufgenommen. Dieses Stück, das von Cid am Cajón und Max auf der Gitarre begleitet wird, ist von der Deutschen Popstiftung in der Kategorie „Bester New-Age-Song“ für die Top 3 nominiert worden. „Erst hatte ich nur Textfetzen und eine Idee für die Gesangsmelodie im Kopf“, erzählt Ally. Dank des Arrangements von Christian Frerichs entstand daraus ein Song mit starkem Rhythmus und Mitsing-Refrain, der orientalische Klänge mit Seemannslied und Lagerfeuermusik vereint. „Wir arbeiten im Augenblick an der Veröffentlichung unserer nominierten Songs“, berichtet Ally.

Nach Siegen fahren die Vier „aufgeregt, aber auch ganz entspannt“. „Überhaupt nominiert zu sein, ist gigantisch“, findet Ally. Die Tatsache, dass der Preis für Bands wie Pur, Juli und Luxuslärm oder Sängerinnen wie Yvonne Catterfeld Ausgangspunkt erfolgreicher Karrieren war, lässt die „Reptilien“ kalt. „Wenn wir aus Versehen berühmt werden, hätten wir nix dagegen“, sagt Ally, „wenn nicht, wär’s auch nicht schlimm“.


Mehr Infos unter   www.reptile.expression.com 

Der große Wahl-Check Oldenburg
Sagen Sie uns Ihre Meinung und sichern Sie sich im Anschluss die Chance auf 5x 100 €-Gutscheine für den Nordwest-Shop.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2114
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.