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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Wilde Kerle wollen ins Schaum-Meer hinein

03.06.2010

OLDENBURG „Paul Brady bitte zum Fechttraining auf die Bühne“, hallt eine Lautsprecherstimme durch die Flure des Staatstheaters, wo sich der Piratenkönig nun eilig auf den Weg macht. Schließlich soll er fechten und ein Schiff entern können in der Operette „Die Piraten“. Außerdem muss er singen und tanzen, er sollte ein Romantiker sein und im Herzen ein Anarchist. Denn so sind sie, „Die Piraten“, die zum letzten Mal vor dem Umbau des Großen Hauses die Bühne im Theater entern.

Arthur Sullivan und der Librettist William Schwenk Gilbert erschufen „Die Piraten“ im Jahr 1879 mit schmissiger Musik, englischem Humor, trockenem Sprachwitz und temporeicher Wortakrobatik. Der Nonsens lebt davon, dass die Logik Kopf steht. Und so sind die furchterregenden Piraten eigentlich brave Lords, die quirligen Mädchen in Wahrheit reife Frauen und die Polizisten die größten Weicheier des Abends. Geregelt kriegen die wilden Kerle rein gar nichts, was sie ja so liebenswert romantisch macht.

In einer unglaublichen Geschwindigkeit nimmt die Mannschaft zwei abenteuerreiche Stunden Fahrt auf, singt mit den Musikern um die Wette und tanzt, bis sich die Schiffsbalken biegen. Unter der Anleitung von Cedric Lee Bradley hat die Crew die Choreografie einstudiert – unter anderem ein Meerballett. Noch nie habe sie einen Chor erlebt, der so gut tanzen könne, sagt die Regisseurin über den Opern- und Herrenextrachor des Staatstheaters.

Die Musik reicht von schmalzigen Liebesliedern bis zu schunkeligen Shantychören. Die Broadway-Version ersetzt Streicher durch Keyboards. Letztere lässt Jason Weaver, musikalischer Leiter, erklingen wie in den 1980er Jahren. „Das klingt komisch, ironisch, schräg und voller Witz“, sagt Andrea Schwalbach.

Bis auf Schlagwerk und Trompeten sind alle Instrumente sichtbar auf der Bühne platziert. Dort befindet sich auch das Schiff und das Schaum-Meer, „in das immer alle reinwollen – und dürfen“, verrät die Piraten-Regisseurin vergnügt.

Es singen und tanzen: Paul Brady, Marcia Parks, Derrick Ballard, Henry Kiichli, Michael Pegher, Andreas Lütje, Sarah Papadopoulou, Sharon Starkmann und Annekatrin Kupke.

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